Ein Hafen voller Gaffelsegler

Auf die Größe des Schiffes kommt es nicht an. Hauptsache, es ist historisch.   Foto: Marcus Dewanger
Auf die Größe des Schiffes kommt es nicht an. Hauptsache, es ist historisch. Foto: Marcus Dewanger

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21. Mai 2012, 03:59 Uhr

Flensburg | So könnte es zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts am Flensburger Innenhafen ausgesehen haben: Mehr als 100 Traditionssegler strecken ihre Masten, Gaffel und Rahen in den blauen Himmel, an der Schiffbrücke wird in fünfter Reihe geankert und an Land gibt es neben maritimem Handwerk mit Seilmachern oder Schiffdrechslern jede Menge feste und flüssige Leckereien. So sah es jedenfalls am Wochenende drei Tage lang am Hafen aus - 119 Traditions- und Gaffelsegler aus ganz Norddeutschland, Dänemark, England und den Niederlanden sowie die rahgetakelte Fregatte "Shtandart" aus St. Petersburg kamen zur 33. "Rum-Regatta". Mehr als 80 Segler nahmen am Sonnabend an der Regatta teil. Bei Bilderbuchwetter und lauem Lüftchen zogen deren Leiter Gerd Büker und Museumshafen-Geschäftsführer Martin Schulz gestern zufrieden Bilanz: "Wir hatten traumhaften Wind die Förde rein", so Büker. Rund 500 Seeleute und Tausende an der Schiffbrücke und auf dem Bohlwerk erlebten den kabarettistischen Höhepunkt der Regatta mit - die große "Preisvergeudung", bei der die Regatta-Teilnehmer mit Spott und Hohn "belohnt" werden.

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