„Ein guter Tag für Flensburg“

Diako-Vorstand Karl-Heinz Vorwig dankte Gesundheitsministerin Kristin Alheit für die in Flensburg investierten Mittel.
Diako-Vorstand Karl-Heinz Vorwig dankte Gesundheitsministerin Kristin Alheit für die in Flensburg investierten Mittel.

Diako eröffnet neuen Komplex mit 36 Betten / 6 Millionen Euro-Investition – weitere 4 Millionen folgen noch für Sanierungsmaßnahmen

shz.de von
07. Juli 2015, 16:40 Uhr

Maximal zwei Personen teilen sich ein modernes Zimmer, natürlich mit eigenen Sanitäranlagen. Das ist der Standard, den Krankenhäuser heutzutage anstreben und den auch die Diako in ihrem neuen Verbindungsbau umgesetzt hat. Die neuen Räume sollen aber nicht nur komfortabel, sondern vor allem praktisch sein, erklärt Christian Peters, Direktor des Diakonissen-Krankenhauses: „Durch kürzere Wege wird die Arbeit der vielen Mitarbeiter im Haus erleichtert und effizienter.“ Doch nicht nur räumlich schlägt der neue Bau eine Brücke: „Die hier gebaute Intermediate Care Station ist der Übergang zwischen der Intensivstation und den peripheren Stationen“, sagt Peters. Hier können beispielsweise Personen behandelt werden, die nicht mehr künstlich beatmet werden, aber trotzdem besonders beobachtet werden müssen. Peters: „In Zukunft werden hier wohl vor allem Schlaganfall- und kürzlich operierte Patienten untergebracht.“

Mit dem neuen „Querriegel“ sind nun Gebäude aus drei Jahrhunderten miteinander verbunden. Durch die besondere Lage des Krankenhauses an einem Hang und die bereits sehr enge Bebauung ein nicht gerade leichtes Unterfangen: Während des Baus der dritten bis fünften Etage mussten Baumaterialien mit dem Kran über das gesamte Gebäude gehoben werden, unterliegende Bereiche wie die Eingangshalle oder Radiologie wurden teilweise durch Stützmaßnahmen gestört. Daher dankten sowohl der Direktor als auch der Architekt allen Patienten und Mitarbeitern für ihre Geduld.

Über zehn Millionen Euro wurden in die Baumaßnahmen investiert. „7,9 Millionen Euro hat das Land Schleswig-Holstein gegeben, weitere 2,5 Millionen haben wir an Eigenmitteln selbst dazugesteuert“, sagt der Kaufmännische Diako-Vorstand Karl-Heinz Vorwig. Weil erst sechs der zehn Millionen verbraucht wurden, kommen die restlichen Gelder der Sanierung der umliegenden Gebäude zugute. Um auch diese im laufenden Betrieb zu überarbeiten, werden die dort liegenden Stationen in einer Rochade Stück für Stück verschoben. Sobald ein Teilstück fertig ist, zieht dort eine Station ein, deren ehemalige Räume dann umgebaut werden können. Insgesamt fünf Kliniken werden so optimiert, beispielsweise werden die Gynäkologie und Geburtsklinik zusammengeführt und die Chirurgie erneuert. Diese ambitionierten, durch den vermiedenen Leerstand aber vergleichbar kostengünstigen Ideen erfreuten natürlich auch die anwesende Gesundheitsministerin Kristin Alheit (SPD): „Das ist eine große Leistung der Menschen hier vor Ort und ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des Krankenhausstandorts. Ich finde, das ist ein guter Tag für Flensburg.“  

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