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Deutsches Haus Flensburg : Ein großer Tag für die Kultur

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

50-jähriges Jubiläum des Vereins der Musikfreunde: Ministerpräsident Torsten Albig würdigt den Einsatz für Spitzenmusik im nördlichen Landesteil. Als Gäste spielen auch die 12 Cellisten der Berliner Philharmonika.

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erstellt am 23.Feb.2015 | 05:30 Uhr

Flensburg | Zum Schluss gab es das „Lied vom Tod“, am Anfang jedoch das große Lied vom Lob. „Kultur ist von existenzieller Bedeutung für die Menschen“, sagte Ministerpräsident Torsten Albig gestern Vormittag im Deutschen Haus vor dem großen Geburtstagskonzert mit den 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker (siehe Bericht unten). Albig erinnerte an die Anschläge von Paris und Kopenhagen und gab zu bedenken, dass Menschen durch die Beschäftigung mit Kultur lernen, frei und tolerant zu denken. Kultur sei deshalb wichtig für die freiheitlich-demokratischen Werte.

„Sie leisten einen unschätzbaren Dienst“, sagte Albig an den Verein der Musikfreunde gewandt, der vor 50 Jahren aus der „Sehnsucht couragierter Menschen nach Spitzenmusik im nördlichen Schleswig-Holstein“ heraus entstand. Die Konzerte der Musikfreunde seien fast immer komplett ausverkauft, wusste die Vorsitzende Brita Schmitz-Hübsch in ihrer Begrüßung zu berichten; ganze sieben Karten seien gestern an der Kasse liegen geblieben, was aber bei 1450 Besuchern nicht groß ins Gewicht fiel.

Midori, Albrecht Mayer, Martin Stadtfeld, „Quatuor Ebène“, das Juilliard Quartett - sie alle waren in Flensburg zu Gast. „Wir sind stolz auf unsere Leistungsbilanz“, so Schmitz-Hübsch. Das Ziel, Spitzenmusik zu erschwinglichen Preisen anzubieten, sei nur dadurch möglich, dass keine Profiveranstalter die Konzerte ausrichten, sondern ausschließlich Ehrenamtler. Dazu komme das große Engagement einiger Sponsoren und vor allem die großartige Unterstützung des Landestheaters „von der Garderobenfrau bis zum Intendanten“.

Das Motto „Anspruch statt Beliebigkeit“ schaffe Renommee und Zuspruch, lobte Oberbürgermeister Simon Faber, der ebenso wie die Stadtpräsidentin, der dänische Generalkonsul Becker-Christensen, die Präsidenten beider Hochschulen, Intendant und Musikdirektor des Landestheaters, die Vorstände von Nospa und Stadtwerken sowie Ratsvertreter und die Leiter kultureller Einrichtungen der Stadt anwesend waren. Albig hob zudem die besonderen Verdienste der Musikfreunde um die „Vision der grenzenlosen Freundschaft“ hervor.

Schon 1998 war die Deutsch-dänische Gesellschaft der Musikfreunde gegründet worden, die seitdem erfolgreich grenzüberschreitende Konzerte und gegenseitige Besuche organisiert. Der Ministerpräsident betonte die hohe Symbolkraft, wenn ein Ensemble aus der Hauptstadt des vereinigten Deutschlands im Deutschen Haus spiele - einst als „Reichsdank für deutsche Treue“ spendiert -, um die deutsch-dänische Freundschaft zu untermauern.

„Für mich soll’s rote Rosen regnen“ spielten die 12 Cellisten als allerletzte Zugabe; für den 50-jährigen Jubilar regnete es an diesem Vormittag ausschließlich hochverdiente Lobenshymnen.

 

 

 

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