Gelting : Ein größeres Rohr gegen den Rückstau?

Die Erschließungsarbeiten „Op de Barg“ laufen noch, doch alle 63 Baugrundstücke haben laut Bürgermeister Uwe Linde schon jetzt Käufer gefunden.
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Die Erschließungsarbeiten „Op de Barg“ laufen noch, doch alle 63 Baugrundstücke haben laut Bürgermeister Uwe Linde schon jetzt Käufer gefunden.

Geltinger Gemeindevertretung sucht nach Lösungen für überschwemmte Grundstücke der Lehbeker Bürger.

shz.de von
15. Februar 2018, 11:30 Uhr

Die Sorge der Lehbeker Bürger vor Überschwemmungen ihrer Grundstücke bei Starkregen nimmt die Geltinger Gemeindevertretung ernst. Ursache des Rückstaus der Lehbeker Au ist offensichtlich ein zu eng bemessenes Abflussrohr unterhalb der Brücke über die Gemeindestraße im Ortskern. Nach den Worten von Bürgermeister Uwe Linde geht dieser unerquickliche Zustand am Nadelöhr wohl auf eine Fehleinschätzung des ehemaligen Planers zurück, nach dessen Vorgabe das Rohr vor zehn Jahren eingebaut worden war.

Inzwischen hat ein Ortstermin im Beisein von Vertretern des zuständigen Wasser- und Bodenverbandes stattgefunden. Das Ergebnis: Es besteht Handlungsbedarf. Die Mandatsträger beschlossen deshalb, einen fachkundigeren Planer einzuschalten, damit das Problem aus der Welt geschaffen werden kann. Als mögliche Lösung bietet sich nach Auffassung der Anlieger eine verschwenkte Abfluss-Anlage mit einem wesentlich größeren neuen Rohr für das Fließgewässer an.

Was die zunächst von der Gemeindevertretung in Erwägung gezogene bauliche Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses im Ortsteil Stenderup betrifft, so zeichnet sich neuerdings ein Umdenken ab. Als Alternative wird die Aufstellung von einem Wohn- und einem Sanitärcontainer, 2016 vom Land als Unterkünfte für Flüchtlinge vorgesehen, angepeilt. Mit der kostenfreien Lieferung rechnet die Gemeinde in drei Wochen.

In die Jahre gekommen ist das am Sportplatz gelegene Umkleide-Gebäude, so Linde. Fenster und Türen sind undicht. Die Gemeindevertretung will den Sportlern diesen misslichen Zustand nicht länger zumuten und erhofft sich für die Gebäuderenovierung einen staatlichen Zuschuss aus dem neu aufgelegten Sportentwicklungs-Programm. Seitens der Kommune sind im März und April zwei Workshops vorgesehen, in denen im Detail Lösungswege aufgezeigt werden sollen.

Im weiteren Sitzungsverlauf ernannte der Bürgermeister den neugewählten Vize-Wehrführer Daniel Sörensen von der Feuerwehr Gelting zum Ehrenbeamten. Dessen Vorgänger Dirk Petersen macht künftig als hauptamtlicher Seenotretter auf Helgoland Dienst. Eine wichtige Mitteilung hatte Uwe Linde für die Geltinger Bürger im hochwassergefährdeten Bereich im Ortszentrum parat: „In Zusammenarbeit mit dem Land kann die Provinzial-Versicherung jetzt alle Gebäude gegen Elementarschäden bis Ende dieses Jahres versichern.“

Zufrieden nahmen die Gemeindevertreter zur Kenntnis, dass inzwischen alle 63 Baugrundstücke auf dem neben der Birkhalle gelegenen Neubaugebiet „Op de Barg“ verkauft werden konnten. Eine neue Fahrbahndecke wird im kommenden Jahr die Kreisstraße 58 zwischen Gelting und Pommerby erhalten.




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