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Flensburg/Harrislee : Ein Grenzstein, der verbindet

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Auf der Grenze zwischen Ostseebad und Wassersleben präsentierten Flensburgs Oberbürgermeister Simon Faber und Harrislees Bürgermeister Martin Ellermann im Beisein von Verwaltung und Politik einen neu gesetzten, markanten Grenzstein.

Steifer Nordwest, Sonne, jagende Wolken und maritim klappernde Wanten im Segelhafen gaben Wassersleben gestern Morgen den spannend würdigen Rahmen für einen ganz besonderen Akt: Auf der Grenze zwischen Flensburg/Ostseebad und dem Harrisleer Ortsteil Wassersleben, direkt am Fuß- und Radweg entlang der Förde zu Füßen des Steilhangs, präsentierten Flensburgs Oberbürgermeister Simon Faber und Harrislees Bürgermeister Martin Ellermann im Beisein von Verwaltung und Politik einen neu gesetzten, markanten Grenzstein. Als Zeichen der Verbundenheit in unmittelbarer Nachbarschaft zum Yachthafen „Segel-Sport Flensburg-Harrislee“ (SSFH), der sich über Gemeinde- sowie Stadtgebiet erstreckt. Geschaffen und gespendet hat das Kunstwerk aus Schilfsandstein die Harrisleer Steinmetz- sowie Steinbildhauermeisterin Karen Peschke.

„Danke, dass Sie Ihre Stele gespendet haben an diesem idealen Standort“, meinte Ellermann während eines Empfangs im Clubhaus des Seglerhafens, wo Vorsitzender Klaus-Peter Heldt die Gäste willkommen hieß. „Uns verbinden viele Themen“, verwies Faber auf die Förde und den Tourismus, auf Qualitäten und Herausforderungen, die Harrislee und Flensburg gemeinsam sind.

1989 hat Peschke den 1,70 Meter hohen Grenzstein als doppeltes Meisterstück in Handarbeit in nur 68 Stunden geschaffen. Der Harrisleer Seite zugewandt zeigt er in Anlehnung an das Flensburger Stadtwappen stilisiert Nesselblatt, Turm, zwei Löwen; Wellen am Boden des Steines symbolisieren das Wasser. Richtung Ostseebad hat die Künstlerin den Namenszug Harrislee hinzugefügt. Damals schon geplant, war das in der Kürze der Meisterprüfung nicht machbar.

In Flensburg gebürtig übernahm Peschke als Jüngste unter sieben Kindern nach der Ausbildung zum Steinmetz den Meisterbetrieb der Eltern in Harrislee. Nach Jahren des buchstäblich von wilden Rosen umrankten Dornröschenschlafs der Stele auf dem Firmengrundstück ist das Meisterwerk jetzt der Öffentlichkeit zugänglich. „Für mich ist es ja nicht weg“, freute sich die 53-Jährige: „Flensburg und Harrislee sind für mich eine Einheit.“





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