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Bundesagentur für Arbeit : Ein frisch renovierter Stellenmarkt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Berufsinformationszentrum an der Waldstraße hat sein Angebot überarbeitet und will ab sofort auch ältere Personen ansprechen.

Damit hat Annegret Herzfeldt nicht gerechnet: „Unseren neuen Bewerbungsbereich im Biz nutzen überraschend viele Kunden.“ Seit Jahresbeginn kämen täglich mehrere Personen dorthin – obwohl das Flensburger Berufsinformationszentrum (Biz), Teil der Agentur für Arbeit Flensburg, diese Neuerung bislang nicht beworben hatte.

Denn zunächst mussten sich Bereichsleiterin Herzfeldt und Biz-Fachassistentin Regina Beyer selbst an den neuen Anblick im Biz gewöhnen. Zum Jahreswechsel wurden die Räume auf Veranlassung der Nürnberger Bundesagentur-für-Arbeit-Zentrale für rund 64 000 Euro neu gestaltet. Zu den vier Themenblöcken, in die das Biz nun unterteilt ist, gehören neben dem erwähnten Bereich „Bewerbung“ die Abschnitte „Arbeit und Beruf“, „Ausbildung und Studium“ sowie „Ausland“ im Obergeschoss.

Im bislang besonders gefragten Bewerbungsbereich können Besucher ihre Bewerbung und den Lebenslauf an einem Computer schreiben und drucken. Zudem ist dort entsprechende Literatur sowohl in digitaler als auch in gedruckter Form verfügbar. „Bei Bedarf stehen wir beratend zur Seite“, sagt Herzfeldt.

Der Bewerbungsbereich ist Teil eines neuen Konzeptes, mit dem das Biz auch auf die Bedürfnisse älterer Besucher eingehen will. „Bis vor wenigen Jahren wurde das Biz fast ausschließlich von Schülern genutzt, doch mittlerweile suchen uns auch zahlreiche erwachsene Personen auf“, erläurtert Heike Döpke, Leitern der Flensburger Bundesagentur für Arbeit. Sie seien vor allem an Weiterbildungsmaßnahmen oder einer völlig neuen beruflichen Ausrichtung interessiert. „Das liegt vor allem an den prekären Beschäftigungsverhältnissen mit unbefristeten Verträgen, die ein lebenslanges Lernen erforderlich machen.“

Auch das Internet habe seinen Teil dazu beigetragen, dass Personen aller Altersgruppen nicht auf das Biz verzichten wollen – das zeige die Erfahrung. „Die Flut an Informationen im Internet überfordert viele, sodass zahlreiche Kunden sich bei uns beraten lassen.“

Damit wiederum hat selbst die Behördenzentrale in Nürnberg nicht gerechnet. „Es gab ernsthafte Überlegungen, ob in Zeiten der Informationsvielfalt das Biz überhaupt noch gebraucht werde“, berichtet Döpke. In Flensburg, so viel steht für Annegret Herzfeldt und Regina Beyer fest, ist dies definitiv auch weiterhin der Fall.

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erstellt am 17.Jan.2014 | 16:00 Uhr

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