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Steinbergkirche : Ein Fest mit Teamgeist und Respekt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Rekordbeteiligung: Beim Scheersbergfest kämpften 1043 junge Sportler um Pokale – und übten sich im Miteinander.

Steinbergkirche | Eine prächtige Stimmung herrschte drei Tage lang unter den rund 1800 Jugendsportlern und ihren Fans und Schlachtenbummlern beim 83. Scheersbergfest. Selbst der gestrige Nieselregen störte die 1043 Wettkämpfer kaum. Die Sportjugend Schleswig-Flensburg, der Kreissportverband und der Jugendhof Scheersberg hatten als Veranstalter „gemeinsame Sache gemacht“ und für einen bunten Mix aus Sport und Kultur, Spaß und Spiel gesorgt. „Es bereitete wieder allen Teilnehmern große Freude, aktiv zu sein und sich in einer Gemeinschaft zu engagieren“, erklärte Jugendhof-Direktor Karsten Biermann, der als Vorsitzender des Scheersbergfest-Ausschusses bei der Planung des großen Events die Regie übernommen hatte.

Landrat Wolfgang Buschmann lobte in seiner in die Kreissporthalle verlegte Festansprache den Teamgeist, das faire Verhalten und den Ehrgeiz der aus 21 Vereinen zusammengeströmten Kinder und Jugendlichen der Altersklassen von zehn bis 14 Jahren. „Ihr gebt anderen ein gutes Beispiel und vermittelt Orientierung“, sagte er. „Vielen von euch ist gar nicht bewusst, dass ihr wirkliche Vorbilder seid, die sich mit gegenseitigem Respekt begegnen.“

Das zahlenmäßig größte Teilnehmerkontingent stellte der STV Sörup. 125 Aktive und 14 Betreuer hatten die Söruper aufgeboten. Die zwölfjährige Sarah Duchscherer gehörte zu diesem Team wie auch ihre Freundinnen Kicki Christiansen und Johanna Vogt (beide 13 Jahre alt). Während Sarah vor allem beim Wimpel-Mehrkampf mitmischte, zogen Johanna und Kicki den engagierten Einsatz beim Völkerball vor. Nele Nehrkorn (10) vom TSV Sterup schwärmte: „Völkerball ist die Königsdisziplin auf dem Scheersberg“. Da lag sie richtig: Denn 110 Mannschaften kämpften um Pokale. Übrigens: Nordmark Satrup war mit 109 Jugendsportlern und 20 Betreuern am zweitstärksten vertreten.

Unter den 167 Paaren, die sich an der beliebten Lagerhochzeit beteiligten und sich ihr Jawort beurkunden ließen, war auch Kicki. Allerdings kannte sie ihren Partner, ebenfalls Jugendsportler aus Sörup, schon vorher, und so endete dieses „nahe Verhältnis“ auch nicht gestern Abend nach der Abreise.

Als „Abwehrchef“ in seiner Fußballmannschaft betätigte sich der aus dem Iran stammende neunjährige Taha. Er gehörte zu einer Gruppe des Vereins „Flüchtlingshilfe Flensburg“, der mit 22 Kindern, darunter sieben Mädchen aus Syrien und Afghanistan erstmals in das Geschehen auf dem „Berg“ eingebunden war. Die Kontakte mit dem Scheersberg hatte Aaron Jessen von der Initiative „Welcome United“ geknüpft. „Auch wenn wir im Fußball kein Spiel gewonnen haben, möchte ich nächstes Jahr gerne wiederkommen“, sagte Taha. Lothar Christiansen, Technischer Leiter der Wettkämpfe, und Kerstin Ritter, Koordinatorin des kulturellen Programms, zogen ein rundum positives Fazit: „Alles ist prima mit einer unerwarteten Rekordbeteiligung an engagierten Teilnehmern gelaufen.“

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