Ein Fest für die Augen

Satte Farben, schönes Motiv: Auch die „Seh-Leute“ an Land kommen während der Rum-Regatta immer auf ihre Kosten.
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Satte Farben, schönes Motiv: Auch die „Seh-Leute“ an Land kommen während der Rum-Regatta immer auf ihre Kosten.

Preisvergeudung und Modellübergabe: „Adi“ Born übergibt „Feuerland“ für Sonderausstellung des Schifffahrtsmuseums

shz.de von
13. Mai 2018, 14:50 Uhr

Noch ist es „nur“ ein Modell, aber idealerweise wird der Büsumer Hochseekutter „Feuerland“, dessen Modell gestern Adolf „Adi“ Born an Susanne Grigull, Chefin des Schifffahrtsmuseums übergab, eines Tages in voller Größe an einer Rum-Regatta teilnehmen. Das Modell ist für eine im Herbst beginnende Sonderausstellung über den in Vergessenheit geratenen deutschen Polarforscher Gunther Plüschow bestimmt. Dazu passte es gut, das Flensburgs amtierender Polarforscher, Arved Fuchs, bei der Übergabe anwesend war. Fuchs hatte dem Förderverein der Feuerland den Kontakt zur Flensburger Museumswerft vermittelt, wo Plüschows Expeditionsschiff – mittlerweile ein Landesdenkmal – restauriert werden soll. Der leicht pummelige, kräftige Rumpf lässt nicht vermuten, dass die „Feuerland“ später reihenweise erste Preise einheimsen wird. Daher wird es ihrer Crew dann auch nicht so ergehen, wie der Crew des Haikutters „Elsa Margrete“, Siegerin in ihrer Klasse, und seit Sonnabend im Besitz einer überdimensionalen (Bord)Katzenskulptur. Die bei der Preisvergeudung überreichten Schmähpreise sind ebenso lustig wie gefürchtet. Die schnelle „Ana“ etwa erhielt einen historischen und garantiert falsch gehenden Kompass, der nächstes Mal die Navigation erleichtern soll. Sonderpreise gab’s für die „Alexa“ aus Laboe (last ship home) und für das Jugendschiff des Museumshafens – die Greta. Und zwar für eine besonders gelungene vorbildliche Restaurationsarbeit.

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