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Flensburger Tageblatt

21. August 2017 | 11:09 Uhr

Ein Fall für die Verkehrsschau

vom

Die Versetzung des 70 km/h-Schildes an der B 199 vor dem Ortseingang von Steinbergkirche wird wieder diskutiert

Steinbergkirche | Die Situation ist prekär: Auf der einen Seite der Bundesstraße 199, von Nübelfeld kommend, links die Abzweigung nach Roikier und kurz danach rechts die nach Hattlund. Kurz vorher ist die 70 km/h-Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben - nun wird schnell gefahren und auch überholt, obwohl ein "Buckel" die freie Sicht beeinträchtigt. Da sind Gefahren programmiert und die möchte die SPD-Fraktion minimieren. Ihr Antrag, erläutert von Rolf Villaumi, geht dahin, das Schild, das die Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung anzeigt, weiter in Richtung des Dorfes Steinbergkirche zu versetzen.

Damit rannte die SPD-Fraktion in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung von Steinbergkirche offene Türen ein. Allerdings wurde darauf hingewiesen, dass bereits 2007 eine solche Veränderung beantragt, jedoch abgelehnt worden sei. Dessen ungeachtet soll ein neuer Versuch gestartet werden. Villaumi: "Wir müssen hartnäckig bleiben." Ingo Boysen ergänzte: "Wir müssen darum kämpfen." Udo Ehlert dazu: "Ich bin voll dabei." Jedoch stellte sich ihm die Frage, welchen Einfluss man auf eine Bundesstraße habe. Die Gemeindevertreter entschieden sich einmütig, die Angelegenheit bei der nächsten Verkehrsschau zur Sprache zu bringen.

Zu Beginn der Sitzung, die von Zuhörern so gut besucht war, dass aus dem ganzen Amtshaus Stühle herbeigeschafft werden mussten, informierte Bürgermeister Gernot Müller über einen Antrag der Wählergemeinschaft Steinbergkirche-Quern (WSQ), der bei ihm am Nachmittag eingegangen war: Absetzung der 27. Änderung des Flächennutzungsplanes und damit verbunden die Aufstellung des Bebauungsplanes "Kanonenstraße" - sprich Reitanlage - von der Tagesordnung. Die Entscheidung wurde auf die nächste Sitzung der Gemeindevertretung am 2. September vertagt, um den Anwohnern der Kanonenstraße die Möglichkeit zu einem Gegengutachten zu geben. Das Plan-Änderungsverfahren laufe, so der Bürgermeister, bereits seit drei Jahren, wobei alles, was dafür zu beachten ist, erfüllt wurde - einschließlich eines Gutachtens. Dazu gehörte auch die öffentliche Auslegung des Planes. "Die Personen, die jetzt dagegen sind, wurden damals nicht gesehen", sagte Gernot Müller. Dennoch soll ihnen nun die Möglichkeit gegeben werden, ein Gegengutachten einzuholen, so der einmütig gefasste Beschluss. Bedingung dabei ist aber, dass dieses bis zum 27. August beim Bürgermeister vorliegen muss - schriftlich und als PDF-Datei -, damit sich alle Gemeindevertreter vor der September-Sitzung einlesen können.

In der Einwohnerfragestunde ging es immer wieder um den aufzustellenden Bebauungsplan für den Bereich Garten-/Westerholmer Straße. Da soll zum einen ein neues Pastorat mit kirchlich genutzten Gemeinschaftsräumen errichtet werden, sollen zum anderen drei Baugrundstücke entstehen. Von Seiten der Bürger wurden aber Bedenken angemeldet. Der Bürgermeister hingegen sprach davon, dass noch vieles in der Schwebe sei. Mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes, wie später mit neun Ja-Stimmen beschlossen, gehe es zunächst nur darum, planungsrechtliche Voraussetzungen zu schaffen. Alle weiteren Details werden bei der frühzeitigen Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und bei der Bürgeranhörung zu erörtern und zu berücksichtigen sein. Ein weiterer Aufstellungsbeschluss fiel einmütig aus: Erste Änderung des Bebauungsplanes Mühlenfeld II. Hierbei geht es um eine zu verbessernde Bebaubarkeit der zur Landesstraße hin gelegenen Grundstücke.

Zu guter Letzt wies Müller darauf hin, dass sich der Neubau des Kindergartens in der Endphase befinde und die Einrichtung am Montag, 5. August, seinen Betrieb aufnehmen wird - mit drei Regelgruppen, zwei U-3-Gruppen und einem Waldkindergarten mit 18 Jungen und Mädchen. Die offizielle Einweihung ist für den 6. September geplant.

Aus dem Dorfausschuss gab es zu melden, dass es mit Blick auf Weihnachten eine Änderung für die kommunale Bescherung gibt. Wurden bislang alle über 75-Jährigen - dies sind rund 300 - besucht, werden es künftig nur noch die sein, die das 85. Lebensjahr vollendet haben - und dies sind mehr als 80 Personen in der Gemeinde.

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erstellt am 02.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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