Ein Dutzend Eier für den Duburger Turnierplatz

Bisher Tristesse: Der Turnierplatz im Stadtteil Duburg soll ein völlig neues Gesicht bekommen. Foto: Euler
Bisher Tristesse: Der Turnierplatz im Stadtteil Duburg soll ein völlig neues Gesicht bekommen. Foto: Euler

Der Platz bleibt rechteckig. Doch die vorherrschende Form innerhalb der vier Ecken ist das Oval. Der eher hässliche Turnierplatz auf Duburg soll zu einem Schmuckstück des Viertels werden.

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11. Juli 2009, 03:59 Uhr

Flensburg | Die Aufgabe für die Planer hat es in sich: Die Stellplätze für die Handelslehranstalt müssen erhalten bleiben, auch der unterirdische Bunker mit zwei oberirdischen Eingängen und mehreren Luftlöchern ist nicht wegzuplanen. Zudem gab und gibt es Ideen und Wünsche der Anwohner, die in einer Planungswerkstatt ersonnen, formuliert und aufgeschrieben wurden. Und - das ist der Anspruch eines Planers - gut aussehen soll es auch noch.

Herausgekommen ist ein Ei. Die Zeichnung sieht aus, als sei ein gigantischer Osterhase über Duburg gehoppelt, der über den Kantstein gestolpert ist und Eier verloren hat. Exakt zwölf ovale Formen wurden über das Plangebiet verteilt - von der großen zentralen Spielfläche bis hin zu ovalen Rasenpflasterflächen im Bereich des Parkplatzes. Die bislang strikte Trennung zwischen Park- und Spielplatz wurde aufgehoben, die Stellplätze anders angeordnet. Verbindendes Element zwischen beiden Nutzungen ist jetzt das größte der zwölf Eier, das den Spielplatz aufnimmt. Hier dominiert eine Spiel-Burg, in die der Bunkereingang integriert wird. Hinzu kommen Ellipsen mit Rasen, mit Pflanzen, mit einer Boulefläche, einem Unterstand. Die meisten Elemente haben Beton-Einfassungen in Sitzhöhe, so dass man auf den Kanten Platz nehmen kann; dadurch entsteht eine große Zahl an Sitzmöglichkeiten. Die Grundfläche des Spielplätzes soll nach den Vorstellungen des Planungsbüros "Kessler.Krämer" mit dem typischen Flensburger gelb-bunten Klinker gedeckt werden. Der gesamte Turnierplatz soll nach wie vor von einer Baumreihe u-förmig eingefasst werden.

Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Planen stießen die Pläne auf uneingeschränkte Zustimmung. Einen "ausgezeichneten Entwurf" hatte WiF-Ratsherr Jörg Pepmeyer gesehen; der Konflikt zwischen Schule und Anwohnern werde mit ihm originell gelöst. "Eine tolle Planung", urteilte Uwe Lorenzen (Grüne), der Weg dahin mit der Beteiligung der Betroffenen sei "vorbildlich", ergänzte Gernot Nicolai (CDU). Das Abstimmungsergebnis überraschte deshalb nicht: einstimmig. Damit ist der Weg frei zum Einsatz von Städtebauförderungsmitteln in Höhe von 450 000 Euro, die zu je einem Drittel von Bund, Land und Stadt getragen werden. Die Stadt ist mit weiteren 20 000 Euro aus der Kinder- und Jugendförderung für die Anschaffung neuer Spielgeräte dabei.

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