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Östlicher Stadtrand : Ein Dorf soll wachsen: Bauplan für Groß-Tarup

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Bebauungsplan „Groß Tarup – Dorf“ wurde auf den Weg gebracht. Die Planer wollen eine behutsame Bebauung.

Flensburg | Langsam nähert sich die Stadt mit ihrer Planung für Tarup-Südost dem Stadtrand. Zwar steht immer noch nicht fest, ob und wann die Hochfelder Landstraße – im Deutsch der Stadtplaner K8 genannt – weiter bis zur Taruper Hauptstraße gebaut werden kann. Denn – wie berichtet – will einer der betroffenen Landwirte seine Flächen nicht an die Stadt verkaufen. Trotzdem möchte die Stadt auch an dem letzten Abschnitt dieser Straße neue Wohnbebauung realisieren. Dafür hat sie jetzt den Bebauungsplan „Groß Tarup – Dorf“ auf den Weg gebracht.

Der Name macht Sinn, denn hier am östlichen Stadtrand ist Tarup und damit Flensburg noch richtig dörflich. Hier gibt es Bauernhöfe, Misthaufen, Scheunen und Trecker. Diesen Charakter will die Stadt auch erhalten: Nichts soll verschwinden und durch irgendetwas Neues, Größeres ersetzt werden. Aber es darf schon ein wenig zugebaut werden, finden sowohl die Stadtplaner als auch die zuständigen Politiker im Umwelt- und Planungsausschuss, die mit großer Mehrheit die Aufstellung des Bebauungsplanes beschlossen haben.

Wie viel hier gebaut wird, steht noch nicht fest. Es werden keine mehrstöckigen Häuser sein, auch sozialer Wohnungsbau passe hier nicht hin, sagte der städtische Chefplaner Peter Schroeders im Ausschuss. Er sprach von 15 bis 20 Einfamilienhäusern, in der Vorlage ist indes von 36 Wohneinheiten die Rede. Der dörflich geprägte Bereich solle „arrondiert“ werden, so Schroeders, es gehe hier um eine „behutsame, kleinteilige Ortsrandgestaltung“. Man wolle das Thema zügig angehen, schon bald soll es deshalb eine erste Bürgeranhörung zu den Planungen geben. Abgelehnt wurde die Planung von den Grünen und der WiF, die die gesamte Entwicklung in Tarup-Südost ablehnen.

Zudem soll der nördliche Teil des Tastruper Wegs neu an die Hochfelder Landstraße angebunden werden. Die jetzige provisorische Anbindung, die von Bürgern wegen des fehlenden Rad- und Fußwegs kritisiert wird, werde mit der Umsetzung der Bebauung zwischen Hochfelder Landstraße und Bahnlinie unterbunden. Der neue Anschluss werde Fuß- und Radweg erhalten.

Anders als ursprünglich geplant, soll die noch unbebaute Fläche südöstlich der Bahnlinie jetzt nicht mehr mit Einfamilienhäusern, sondern mit mehrgeschossigen Häusern bebaut werden. Auf diese Weise wird die Zahl der Wohnungen, die hier entstehen, glatt verdoppelt. Dies betrifft aber nicht den dörflichen Teil, sondern den weiter westlichen gelegenen Teil zwischen Ringstraße und Adelbybek.

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erstellt am 11.Mär.2016 | 11:00 Uhr

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