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Bundestagskandidat : Ein Bodenständiger im Dauereinsatz

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

SPD-Kandidat Dirk Peddinghaus will sich im Bundestag für auskömmliche Löhne und die Belange der Region einsetzen. Sein selbstgestecktes Ziel, 5000 Hausbesuche bei potenziellen Wählern zu absolvieren, hat er bereits zwei Wochen vor der Wahl erreicht.

Ein Tag auf Föhr – mehr Urlaub gab es für Dirk Peddinghaus seit langem nicht. Seinen Jahresurlaub von 2012 und 2013 hat der Solleruper sich für den Wahlkampf aufgespart. Nun, in der heißen Phase, bleibt nicht einmal Zeit für sein größtes Hobby: das Segeln. „Da freue ich mich schon wieder drauf“, sagt Peddinghaus. „Ich war dieses Jahr noch kein einziges Mal auf dem Wasser.“ Trotzdem, ganz ohne Sport schafft es der SPD-Politiker nicht. Die Sporttasche liegt stets in seinem Wagen bereit, und wenn sich die Zeit bietet, macht er Kraftsport. Drei bis vier Mal in der Woche braucht Peddinghaus diesen Ausgleich, um den Akku wieder voll zu kriegen: „Ich merke selbst, dass ich dann leistungsfähiger bin.“

Trotzdem geht ihm der Wahlkampf, wie er selbst sagt, auf die Knochen. Sein selbstgestecktes Ziel, 5000 Hausbesuche bei potenziellen Wählern zu absolvieren, hat er bereits zwei Wochen vor der Wahl erreicht. Aufhören will er damit aber bis zum letzten Tag nicht. In Flensburg, Schleswig, Kappeln und Tarp war er schon unterwegs, steuert Stadtteile an, in denen viele Menschen wohnen, „in denen meine Klientel wohnt“, sagt er. Auf die Frage, was seine Klientel sei, verweist er auf eine Aussage des SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel: „Unsere Klientel ist da, wo es mehr als zwei Stockwerke gibt.“ Dort geht er von Tür zu Tür und stellt sich vor. Wenn dann Fragen oder Anregungen kämen, nehme er sich Zeit, erzählt er, aber meist sei er nach maximal zwei Minuten wieder weg. Auf seiner Homepage und der eigenen Facebook-Seite merkt er dann die Resonanz: Die Nutzerzahlen steigen sichtlich an, wenn er wieder unterwegs war. „Das zeigt, dass die Menschen sich weiter informieren.“

Obwohl diese Strategie sehr zeitaufwendig ist, hält Peddinghaus sie für erfolgreich. „Das große Problem ist, dass die Politik zu weit weg ist. Die Hausbesuche schaffen mehr Vertrauen, als wenn man nur in Berlin weit ab vom wahren Leben ist.“ Die Reaktion einer Dame, die er besuchte, hat ihn in seiner Überzeugung noch bestätigt: „So einer war ja noch nie hier“, habe sie bei seinem Besuch überrascht gesagt.

Warum man das Kreuz bei der SPD machen solle? „Das rechte Kreuz, weil ich glaube dass wir ein gutes Wahlprogramm haben“, sagt Peddinghaus. Und das linke, neben seinem Namen, „weil ich meine Berufs- und Lebenserfahrung für die Menschen hier oben einsetzen möchte“. Auf die Frage, was ihn zum besseren Kandidaten mache als seine Konkurrenz, weicht er aus. Man möge ihn lieber an dem messen, was er in den letzten zehn Jahren im Kreistag gemacht habe: „Kontinuierliche Arbeit im Sinne der Menschen.“ Außerdem, fügt der Soldat augenzwinkernd hinzu, fände er es charmant, wenn im Bundestag eine gemischte Berufsstruktur zu finden wäre. Als gelernter Elektrotechniker und Wirtschaftsingenieur habe er andere Kenntnisse als viele andere Abgeordnete. „Ich weiß, was es bedeutet, mit meiner Hände Arbeit etwas zu machen.“

Und er weiß auch, wo die Reise hingehen soll: „Diesem Wahlkreis soll es wirtschaftlich und sozial gut gehen. Die Menschen sollen gut bezahlte Arbeit haben, dafür sind starke Firmen notwendig, aber auch entsprechende Arbeitsbedingungen.“ Potenzial sieht er im Bereich der regenerativen Energien, in der maritimen Wirtschaft und im Dienstleistungsbereich. Er lobt Uni und Fachhochschule in Flensburg und möchte sich dafür einsetzen, dass die Absolventen in der Region Arbeitsplätze finden.

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