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Flensburger Hofkultur : Ein beinahe einmaliges Konzerterlebnis

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Hofkultur bietet mit Maya Mo’s Loving Soulsession Stars wie den Sänger Momo Djender, aber auch echte Flensburger Urgesteine treten auf.

shz.de von
erstellt am 14.Aug.2015 | 11:00 Uhr

Flensburg | Als sie sechs Jahre alt war, verließ sie mit ihrer Familie ihre Heimat Guatemala. Und landete mitten in der Schneekatastrophe in Norddeutschland. Ihre Mutter hatte die Kinder jedoch schon vorbereitet auf den Winter im neuen Land – indem sie die Kühltruhe geöffnet haben soll mit den Worten: „So ist es in Deutschland.“ So jedenfalls geht die Legende, die die Band um Maya Mo mindestens genauso gern und genüsslich wie ihre Sängerin selbst erzählt.

Am Sonnabend ist Maya Mo’s Loving Soulsession mit insgesamt neun Musikern zu Gast auf der Bühne im Hof des Schifffahrtsmuseums. „Ralph Schmedeke ist der Musiker, der am häufigsten auf der Hofkultur aufgetreten ist“, weiß Thomas Frahm, der Kopf der Hofkultur. Von dem Flensburger Percussionisten ging der Anstoß aus, das Bandprojekt mit der sommerlichen Konzertreihe zu verkuppeln. Und wenn Schmedeke, der früher mal im Roxy aufgelegt hat (Frahm: „Legendär!“), für etwas bürge, dann für Qualität.

Da ist einmal Maya Mo. Die Kieler Sängerin muss ein bisschen ausholen, um zu erklären, woher sie all die guten Kollegen kennt. In einem ihrer vielen Leben war Maya Mo auch mal Kandidatin bei der anerkannten Castingshow „The Voice“. Das war im Jahr 2012, und sie zählte mit damals 39 zu den reiferen Teilnehmern, die morgens nicht mit Trommelwirbel auftauchten, sondern in Ruhe erstmal einen Kaffee trinken wollten. Dort lernte sie Gleichgesinnte und ebenso große Stimmen kennen. Wie Aisata Blackman und Momo Djender. Dieser stammt aus Algerien, lebt seit über 20 Jahren in Berlin und begleitete Sting seinerzeit bei der Tour für das Album „Sacred Love“.

Vor den Liveshows flog Maya Mo raus, erzählt sie selbst und wusste schon vorher: „Egal, was in der Sendung passiert. Wir werden uns nie wiedersehen, es sei denn, wir kümmern uns selbst darum.“ Gedacht, getan: Um das Netzwerk zu pflegen, entwickelte sie das Format „Maya Mo’s Feature Lounge“, das zunächst zwei Mal im Jahr im Metro Kino in Kiel stattfinden sollte. Die Idee, so sagt die Sängerin, sollte eine Superband mit eben jenen Solo-Talenten zusammenbringen, die noch nicht so bekannt sind, aber auf die Bühne gehören. Außerdem sollte jedes Konzert eine andere Stilistik bedienen. Der Erstling im vorigen Jahr hatte Blues zum Thema, und unter anderen war Tony Carey („Room with a view“) bei Maya Mo zu Gast. Die Premiere sei ein Erfolg gewesen, ebenso wie die zweite Ausgabe „Loving Soul“ mit Aisata und Momo.

Und hier ist die Verbindung zur Hofkultur: Dieses eigentlich einmalige Konzert wird nun nochmal morgen in Flensburg aufgelegt. Erneut mit Momo Djender, aber anstelle von Aisata wird Lou Lettow singen, ein weiteres The-Voice-Gewächs. Als Verstärkung kommen die Flensburger Background-Röhren Daniela Kretz und Kiki Wolff. Der harte Bandkern besteht aus dem Gitarristen Michael Kelmer, Keyboarder Michael Hintz und Ralph Schmedeke sowie Florian Galow am Bass. Klassiker wie „Ain’t no sunshine“, „Superstition“ und „Sitting on the dock of the bay“ haben sie „zu 90 Prozent neu arrangiert“, sagt Michael Hintz. Doch werden auch eigene Kompositionen im Programm sein und nicht so bekannte Soulstücke, kündigt Maya Mo an. „Es wird groovy!“

Manchen Song wird schließlich Marc Breitfelder mit seiner Mundharmonika veredeln. Der tritt übrigens heute schon zusammen mit Georg Schroeter (Klavier), Torsten Zwingenberger (Schlagwerke) und Abi Wallenstein (Gesang und Gitarre) im Hof des Schifffahrtmuseums auf.

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