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Festgefahren! : Ein 40-Tonner im Sandberg-Karree

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Lkw-Fahrer aus dem Havelland kann nur mit Hilfe von Polizei und Abschleppfirma wieder aus dem engen Wohnviertel entkommen

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2013 | 08:11 Uhr

Lkw-Fahrer im 40-Tonner mit Zugmaschine und Auflieger gehören im Sandbergkarree zwischen der Straße Sandberg und der Kanzleistraße eher zu den selten gesehenen Gästen: Deshalb war am Montagnachmittag, gegen 15.40 Uhr, schnell klar: Der Fahrer des mit Baumaterialien beladenen 20 Meter langen Lasters aus dem Havelland wird die engen Kurven des in den 1890er Jahren geplanten Viertels kaum bewältigen. Die Abbiegung vom Sandberg in die Schreiberstraße hatte der 35-Jährige noch gemeistert. An der Abbiegung in die Kanzleistraße ging dann aber nichts mehr.

Dabei war der 40-Tonner ordnungsgemäß von der B200 abgebogen und wollte in Flensburg Ware abliefern. Wegen der massiven Baustellenhäufung im Stadtgebiet riet das spezielle Lkw-Navigationsgerät zu einer Ausweichstrecke, die den ortsfremden Fahrer unvermittelt in das Jahrhundertwende-Wohngebiet unweit des Hochschulcampus führte.

Beim Abbiegen auf die Kanzleistraße verkeilte sich der 40-Tonner in einen parkenden Pkw. An eine Weiterfahrt war nicht mehr zu denken. So wurde die Polizei verständigt. Die Beamten des 1. Polizeireviers hatte nicht die technischen Möglichkeiten, um den Lkw wieder freizubekommen. Ein Abschleppunternehmer wurde dazu gerufen. Dieser konnte den beschädigten Mitsubishi Colt vom Lkw befreien. Kurze Zeit später steckte der Fahrer erneut mit seinem Lkw fest. Die eingesetzten Polizeibeamten konnten dem Fahrer weiterhelfen, indem die Fahrzeughalter informiert wurden, die ihre Wagen umparkten.

Für die Dauer der Bergungsarbeiten musste der nachfolgende Verkehr wenden und ausweichen. Und der Lastwagenfahrer aus dem Havelland dürfte künftig in Flensburg nicht nur den Sandberg meiden.

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