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Glücksburg : Ehrung für eine Beinahe-Olympionikin

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Ellen Repenning ist seit 90 Jahren Mitglied im Turn- und Sportbund Flensburg.

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2017 | 00:00 Uhr

Sie war auf dem besten Wege, als Turnerin an den Olympischen Spielen 1940, die zunächst in Tokio und dann in Helsinki stattfinden sollten, teilzunehmen, doch der Beginn des Zweiten Weltkrieges machte ihr einen Strich durch die Rechnung – die Spiele fielen aus. Schon im Alter von sieben Jahren war die 1920 geborene Ellen Carstensen in die Flensburger Turnerschaft eingetreten. Mittlerweile gehört sie dem Verein, der 1935 im Flensburger Turnerbund (FTB) aufging und sich 1973 mit dem ATSV Vorwärts zum Turn- und Sportbund (TSB) Flensburg zusammenschloss, seit 90 Jahren an.

Das war für den TSB-Vorsitzenden Frerich Eilts und seinen Vorstandskollegen Holger Sohrweide der Anlass, die Jubilarin zu ehren. Seit ihrer Heirat den Namen Repenning tragend und schon lange verwitwet, wohnt sie in der Schloßsee-Residenz in Glücksburg. Dort im Kaminzimmer dankte Eilts ihr bei einer kleinen Geburtstagsfeier für ihre langjährige Vereinstreue und hob ihre Verdienste um den Sport hervor: „Neben ihrer aktiven Betätigung im Turnen, in der Leichtathletik sowie beim Hand- und später auch beim Faust- und Pressball hat sie früh Funktionen nicht nur im Verein, sondern über Jahrzehnte auch auf Kreis- und Landesebene übernommen.“ Das große Ausmaß ihrer ehrenamtlichen Arbeit sei oftmals gewürdigt worden, nicht zuletzt 1979, als Ministerpräsident Gerhard Stoltenberg ihr die „Schleswig-Holstein-Medaille“, den Vorläufer des heutigen Verdienstorden des Landes, verlieh. Dabei wurde insbesondere ihr Einsatz für den Breitensport und für die Mitarbeit von Frauen in den Gremien des Sports hervorgehoben.

Ellen Repenning war nach Aussage ihres Sohnes Burkhard bis in hohe Alter sportlich aktiv und nahm, solange sie konnte – seit vier Jahren ist sie auf einen Rollstuhl angewiesen – am Volkswandern teil. Als Tochter sportbegeisterter Eltern habe sie, wie sie berichtete, immer aus eigenem Antrieb Sport gemacht. An die Anfänge erinnert sie sich noch gut. „Die Gymnastik als Kind fand draußen auf dem Sportplatz im heutigen Stadion statt.“ Und: „Beim Handball war ich eine stürmische Angreiferin.“ Unsportliche Leute habe sie nicht leiden können. Die Übernahme ehrenamtlicher Funktionen sei selbstverständlich gewesen, auch in der Zeit, als sie als Finanzbuchhalterin selbstständig war.

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