Frühlingsbote : Eggebeks Storch ist zurück

Der Storch an der Futterstelle auf der Treenewiese lässt sich die ersten Fischhappen schmecken.
Der Storch an der Futterstelle auf der Treenewiese lässt sich die ersten Fischhappen schmecken.

Der erste Storch der Region hat seinen Weg zurück in sein Sommerquartier gefunden. Seit Montag lässt sich der Eggebeker Vogel von Storchenvater August Petersen mit Tiefkühlfisch über die mageren Zeiten helfen.

shz.de von
12. Februar 2019, 10:27 Uhr

In den letzten Tagen schaute August Petersen häufiger aus seinem Fenster über die Treeneniederung zum Storchennest auf dem Treeneplatz am Klinckenberg in Eggebek und wartete auf die Rückkehr seines Storchenpaares aus dem Winterquartier im Süden. Am Montagvormittag erblickte er dann einen Storch stehend auf dem Nest. Kurze Zeit später klingelte dann auch das Telefon und ein aufmerksamer Nachbar meldete freudig die Ankunft des so sehnlich erwarteten Storches.

Am Nachmittag zur gewohnten Futterzeit machte sich August Petersen dann mit einem Eimer mit klein geschnittenen Fischhappen auf den Weg zum Futterplatz auf der Treenewiese an der Brücke zwischen Eggebek und Langstedt. „Als der Storch in seinem Nest meinen Wagen am Weidetor sah, kam er gleich runtergeflogen und stellte sich in die Mitte der Wiese in respektvoller Entfernung zum Tor“, berichtet Petersen. „An diesem Verhalten konnte ich erkennen, dass es unser Storch aus den Vorjahren war, denn er kannte meinen Wagen und den Futterplatz. Außerdem ist es das Storchenmännchen, denn der weibliche Storch ist zutraulicher und kommt immer gleich zum Gatter in die Nähe der Futterstelle.“ Der Storch ließ sich die Fischhappen schmecken und flog anschließend wieder zum Nest, wo er nun in den nächsten Tagen auf die Ankunft seiner Storchenfrau wartet.

Im vergangenen Jahr war der Storch schon zwei Wochen früher, am 28. Januar, erschienen und seine Weibchen drei Wochen später. Sie brüteten zwei Jungstörche aus, die im Sommer beringt wurden. Ein Jungstorch war in der Nähe von Kassel beim Flug ins Winterquartier verunglückt und trotz tierärztlicher Versorgung verendet. Vom zweiten Jungstorch gibt es noch keine Beobachtungs-meldungen.

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