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ÖPNV in Flensburg : Echtzeitanzeigen auf Smartphone: Moderne Zeiten an der Haltestelle

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Über Handy und Internet erfährt der Fahrgast in Flensburg, wann der nächste Bus kommt. Dies ist eine Ergänzung zum 2013 eingeführten Busradar.

shz.de von
erstellt am 25.Mär.2015 | 07:45 Uhr

Erst das Busradar, dann die Hybridbusse, jetzt Echtzeitanzeigen auf dem Smartphone: Das Flensburger Bussystem wird immer moderner. Schon seit Dezember 2014 kann man am Zob an den Haltestellen der Linien 1 bis 7 an den digitalen Anzeigen ablesen, wann der nächste Bus auf der jeweiligen Linie abfährt.

Das geht ab sofort auch an allen anderen Haltestellen dieser Linien – allerdings nur, wenn man ein Smartphone und dieses Smartphone wiederum eine Internet-Verbindung hat. Um die Echtzeitinformation zu erhalten, muss man den auf den Fahrplänen aufgedruckten QR-Code einscannen; automatisch erscheinen dann die nächsten Abfahrten von dieser Haltestelle. Voraussetzung ist eine App zum Scannen von Barcodes, wie sie für alle gängigen Handys kostenlos erhältlich sind.

Das Ganze funktioniert auch ohne Smartphone am heimischen Computer oder am PC im Büro. Wer unter der Internetadresse www.abfahrt-flensburg.de den Namen der gewünschten Haltestelle eingibt, kann die Echtzeitinformation direkt auf seinem Bildschirm sehen. Bei der Eingabe der Haltestelle reicht es, einen Bestandteil des Haltestellennamens einzutippen: Das System zeigt sofort ein Auswahlmenü mit den Haltestellen, die in Frage kommen. Gibt man zum Beispiel nur „markt“ ein, werden die Haltestellen Hafermarkt, Ochsenmarkt und Südermarkt angeboten.

Die haltestellenbezogene Echtzeitinformation ist eine Ergänzung zum 2013 eingeführten Busradar, auf dem live mitzuverfolgen ist, wo die Busse der Linien 1 bis 15 und 21 sich aktuell befinden. Die Kenntnis der genauen Position eines Busses mittels GPS war auch die technische Voraussetzung zur Einführung eines Echtzeitsystems. Aus dem Standort des Busses und der noch bis zur Haltestelle zurückzulegenden Wegstrecke errechnet das System die voraussichtliche Ankunftszeit. Die technische Umsetzung erfolgte ebenso wie beim Busradar mit der Firma Pure Vision Systems aus Bad Oldesloe, die sich auf Lösungen für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) spezialisiert hat.

Buspassagiere, die auf den anderen Afag-Linien von 10 aufwärts unterwegs sind, müssen auf den neuen Service noch etwas warten. Hier fehlen noch die technischen Voraussetzungen, und die werden, wie Bela Bergemann von Aktiv-Bus gestern sagte, erst 2016 erfüllt sein.

Doch Bergemann denkt nicht nur an Smartphone-Besitzer, sondern auch an jenen großen Anteil an Busbenutzern, die ohne die kleinen Alleskönner unterwegs sind. So ist geplant, elektronische Fahrgastinformationen wie am Zob zumindest an weiteren wichtigen Umsteigehaltestellen einzurichten, damit die Fahrgäste ohne Smartphone dort die präzisen Angaben in Echtzeit sehen können. „Mit der Deutschen Bahn haben bereits erste Gespräche stattgefunden“, so Bergemann. Ginge es nach Aktiv Bus, dann würden ankommende Zugreisende in nicht allzu ferner Zukunft auf einer in der Bahnhofshalle angebrachte Anzeigetafel über die nächsten Busabfahrten informiert werden.

Paul Hemkentokrax, Geschäftsführer des kommunalen Busunternehmens, freut sich über die neue Technik: „Mobilität und Lebensqualität in Flensburg profitieren von den dank leicht zugänglicher Information immer attraktiver werdenden Stadtbussen.“

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