Epidemie in Westafrika : Ebola-Angst: Uni Flensburg stoppt Ghana-Austausch

Ein Jahr später steht ein neuer Pavillon, auf den ersten Blick ist vom Ausmaß der Zerstörung hier nichts mehr zu sehen. Ein Baugerüst auf der Rückseite des Uni-Gebäudes verrät: Ganz abgeschlossen sind die Sanierungen hier noch nicht.
Flensburger Studenten wollten in Ghana teilweise ihre Master-Arbeit schreiben oder ein Praktikumssemester absolvieren.

Eine Studentin soll die Universität bereits aus Westafrika zurückbeordert haben. Die Vorhaben seien „nicht realisierbar“.

shz.de von
31. Oktober 2014, 08:08 Uhr

Flensburg | Die Universität Flensburg hat wegen der Ebola-Epidemie in Westafrika ihr Austauschprogramm mit einer Hochschule in Ghana vorsorglich eingestellt. Dies berichten die „Lübecker Nachrichten“ unter Berufung auf die Universität. Eine Doktorandin wurde demnach inzwischen aus dem westafrikanischen Land zurückbeordert, die Reise einer Gruppe von 21 Studenten abgesagt.

Das Präsidium der Flensburger Universität habe die geplanten Praktika und Studienvorhaben als „nicht realisierbar“ eingestuft. Auch den Studenten selbst sei die Reise „äußerst unsicher“ erschienen, zitiert die Zeitung eine Uni-Sprecherin. Die Flensburger Studenten wollten in Ghana teilweise ihre Master-Arbeit schreiben oder ein Praktikumssemester absolvieren.

Ghana liegt etwa 400 Kilometer von den von der Epidemie besonders hart getroffenen Ländern Liberia und Guinea an der afrikanischen Westküste entfernt. Mehr als 4000 Menschen fielen der Seuche nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO bisher zum Opfer. Prognosen über ihren weiteren Verlauf sind schwierig, die Experten gehen bei der Zahl der Toten von einer hohen Dunkelziffer aus.

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