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Elektisch mobil in Flensburg : E-Mobilitätsmarkt: Drei Tage unter Strom

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Beim ersten Flensburger E-Mobilitätsmarkt können elektrisch angetriebene Autos und Fahrräder im Förde-Park getestet werden.

shz.de von
erstellt am 24.Sep.2014 | 08:00 Uhr

Noch sind sie Exoten im Straßenbild und stehen ganz unten auf der Liste der Zulassungen: Autos, die von einem Elektromotor angetrieben werden. Doch der Trend ist da, und er passt zur Stadt des Klimapaktes. Am kommenden Wochenende kann man sich beim 1. Flensburger E-Mobilitätsmarkt umfassend über dieses Zukunftsthema informieren.

Bis 2050 will Flensburg CO2-neutral sein. 23 Prozent der Kohlendioxid-Emissionen sind dem Verkehr zuzuordnen. Selbst wenn deutlich mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen: Ohne öffentlichen Personen-Nahverkehr und ohne Individualverkehr wird es nicht gehen. Die meisten Experten sind sich einig, dass man den CO2-Ausstoß nur mittels Elektromobilität deutlich verringern kann.

Flensburgs Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar hat sich an die Spitze der Bewegung gesetzt und die Schirmherrschaft über den E-Mobilitätsmarkt übernommen. Statt einer Mercedes-Limousine fährt sie nun mit einem Elektro-Kleinwagen zu ihren Terminen. „Wir sind auf einem guten Weg, bis 2050 CO2-neutral zu werden“, sagte sie bei der Vorstellung des Programms der Aktionstage. „Jeder Einzelne kann etwas tun“, fügte sie hinzu – und meinte damit nicht zuletzt im Bereich der Mobilität.

Wer gern möchte, aber nicht genug weiß, kommt bei den E-Mobilitätstagen auf seine Kosten. Hier kann man sich Elektro-Autos nicht nur angucken, sondern auch zur Probe fahren. Beim Fahrrad ist der Elektromotor längst Standard – klar, dass Pedelecs und E-Bikes ebenfalls getestet werden können. Andere Fortbewegungsmittel, die an der Steckdose betankt werden, gehören noch eher zu den Exoten, sind aber dennoch im Förde-Park dabei: E-Segways, E-Scuddys und weitere E-Mobile.

Und auch bei Aktiv-Bus stehen die Zeichen auf Strom: Ende des Jahres kommen die ersten beiden Hybrid-Busse, die einen Elektro- mit einem Dieselmotor verbinden. Bei den Mobilitätstagen werden Demonstrationsfahrten angeboten. Die Busse können emissions- und nahezu geräuschlos von der Haltestelle starten; der Diesel schaltet sich erst bei rund 25 Kilometern pro Stunde dazu. Beim Bremsen wird Energie zum Aufladen des Akkus gewonnen.

Bei den E-Mobilitätstagen kommt die geballte Flensburger Kompetenz zum Thema zusammen. Neben den Akteuren des Klimapaktes sind Artefact aus Glücksburg, die Energie-Genossenschaft, die WTSH (Wirtschaftsförderung und Technologie-Transfer Schleswig-Holstein) aus Kiel und die Genossenschaft eE4mobile aus Bredstedt dabei. Zahlreiche weitere Firmen und Organisationen fördern die E-Mobilitätstage ebenfalls.

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