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Friedenshügel : Dreiste Diebe mit Vorliebe für Grabplatten und Granit

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein Geschäft für Naturstein am Friedenshügel wurde in einem Monat zweimal bestohlen. Der Schaden liegt bei 5000 Euro.

shz.de von
erstellt am 31.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Flensburg | Die Firma Naturstein Alfred Andorf handelt mit schwergewichtiger Ware: Zentner-, teilweise tonnenschwere Grabdenkmäler, Granit und Marmorwerk stapeln sich gegenüber dem Friedenshügel an der B  199. Eine stark frequentierte Straße, auch Nachbarn sind nicht weit. Doch in nur zwei Nächten gelang es unbekannten Dieben, dort einen Schaden in Höhe von 5000 Euro anzurichten.

Am 18. September schlugen die Täter das erste Mal zu. Entwendeten mehrere schwere Sockel, vier Laternen aus Granit und hebelten auf einer Länge von etwa zehn Metern die Abdeckung einer Mauer ab. Unerkannt entkamen sie mit ihrer Beute, obwohl sie ohne Weiteres vom Thomas-Lorck-Weg aus hätten beobachtet werden können. „Auch die Tatsache, dass unser Firmengebäude beleuchtet ist und nebenan das Wohnhaus steht, an dem auch nachts die Außenlampe eingeschaltet ist, konnte sie nicht abschrecken“, sagt Inhaberin Nicole Andorf, die das Familienunternehmen mit ihrer Schwester Nadine in der dritten Generation leitet. Die beiden riefen umgehend die Polizei – die Ermittlungen sind inzwischen eingestellt worden.

Nur einen Monat später, am 21. Oktober, das nächste Malheur: Diesmal hatten es die Täter auf einen 70 Kilogramm schweren Pandabären nebst Sockel aus Granit abgesehen. Ein 40 Kilogramm schweres Grabkissen, drei Laternensockel und zwei Grabplatten verschwanden zudem. „Das lässt sich nur zu zweit und mit einem Fahrzeug abtransportieren“, sagt Nadine Niederdorfer-Andorf, die überhaupt keinen Verdacht hat, wer dafür verantwortlich sein könnte. Sie und ihre Schwester sind sich absolut sicher, dass es sich um die gleichen Täter handeln muss. Nur: „Wofür brauchen sie diese Dinge?“, wundern sie sich unisono, „so etwas lässt sich doch nicht ohne Weiteres verkaufen.“

Möglicherweise ziert die markante Panda-Skulptur ja schon einen Schreber- oder Vorgarten in der Region. Die Andorfs jedenfalls sind jetzt dabei, Vorkehrungen zu treffen, damit sie nicht noch einmal Opfer der dreisten Diebe werden. Sie installieren Bewegungsmelder vor dem Gebäude und im Hofbereich sowie Kameras zur Videoüberwachung. Außerdem werden sie ein schmiedeeisernes Tor anbringen, damit niemand mehr ungehindert auf das Grundstück gelangen kann. Die Polizei hat bislang keine Spur, Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 4840 zu melden. Nicole Andorf: „Irgendwann muss dieser Spuk ja mal aufhören.“

 

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