Drei Verletzte nach Stinkbombenwurf

Polizei und Feuerwehr  dominierten gestern das Bild  in der Großen Straße, die vorsorglich weiträumig abgesperrt wurde.
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Polizei und Feuerwehr dominierten gestern das Bild in der Großen Straße, die vorsorglich weiträumig abgesperrt wurde.

Großeinsatz am Sonntagnachmittag in einem Café an der Großen Straße / Täter flüchtete unerkannt

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08. September 2013, 19:11 Uhr

Dramatische Minuten spielten sich am Sonntagnachmittag in der Flensburger Innenstadt ab. Ein bislang unbekannter Täter warf gegen 14.15 Uhr eine Ampulle mit einer unbekannten Flüssigkeit in ein Lokal – drei Frauen mussten anschließend mit Atemwegsreizungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Nachdem der Unbekannte die Ampulle während des laufenden Lokalbetriebs in das Café geworfen hatte, verbreitete sich in den Räumen offenbar sofort ein übel riechender und stechender Geruch. „Die Gäste haben daraufhin alle fluchtartig das Café verlassen“, so Feuerwehr-Einsatzleiter Rainer Blaas. Nachdem sowohl das betroffene Café „Friends“ als auch die benachbarten Lokale geräumt waren, ging ein Trupp der Feuerwehr unter Atemschutz in das Lokal und sicherte die zerbrochene Ampulle in einem sicher verschlossenen Gefäß. „Anschließend haben wir das Lokal durchgelüftet, bis die Geruchsbelästigung verschwunden war“, so Einsatzleiter Blaas weiter.

Bei Schadstoffmessungen sowohl zu Beginn als auch am Ende des Einsatzes konnten nach seinen Worten allerdings keine giftigen Stoffe nachgewiesen werden. Die Einsatzkräfte vermuten daher, dass es sich bei der Ampulle um eine sogenannte „Stinkbombe“ gehandelt hat. Ein genaues Ergebnis des Stoffes wird jedoch erst in einigen Tagen nach der Untersuchung der Ampulle in einem Labor feststehen. Unklar ist auch noch, warum der Unbekannte die Ampulle in das Café warf.

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