Wohnen : Drei Ideen fürs Wohnen in der Stadt

Zwischen Fördestraße im Norden, Osterkoppel im Süden, Kiefernweg im Westen und Rabenslücke im Osten liegt das Gebiet der früheren Gärtnerei.Quelle: Google Earth
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Zwischen Fördestraße im Norden, Osterkoppel im Süden, Kiefernweg im Westen und Rabenslücke im Osten liegt das Gebiet der früheren Gärtnerei.Quelle: Google Earth

Nicht nur auf der grünen Wiese, auch im bebauten Raum sollen neue Wohngebiete entstehen. Drei Projekte in Mürwik, in der Altstadt und am Sandberg werden vorgestellt.

shz.de von
24. Februar 2009, 11:22 Uhr

Flensburg | Wenn die Statistiker Recht behalten, wächst Flensburg bis 2025 Jahr für Jahr um einige hundert Einwohner. Die müssen irgendwo wohnen, und immer häufiger warnen Kommunalpolitiker davor, auch das letzte Stückchen Grün am Stadtrand mit Wohngebieten zu bepflastern. Stattdessen wird gefordert, kreative Ideen für frei gebliebene oder gewordene Flächen zu entwickeln.

Das größte dreier junger Projekte läuft unter dem Arbeitstitel "Alte Baumschule" und wird von der Lübecker Firma "Conplan" betreut, die als "Marktführer" für Wohnprojekte in Schleswig-Holstein gilt (www.conplan-gmbh.de). Auf dem etwa zwei Hektar großen Areal einer seit rund zehn Jahren stillgelegten Gärtnerei plant Conplan rund 70 Wohneinheiten in Reihenhaus- und Geschossbauten bis maximal drei Geschossen. "Es ist ein ideales Gelände für ein Wohnprojekt", sagt der Flensburger Conplan-Vertreter Anders Christensen. Er betont, dass seine Firma nicht Bauträger ist, sondern nur die Planung macht. Bauherren seien die späteren Bewohner selbst, die aber von Beginn an in den Planungsprozess integriert werden.
Vorhaben werden im April vorgestellt
Die Idee des Mehr-Generationen-Wohnens soll in der Alten Baumschule ebenso zum Tragen kommen wie die Einbeziehung nicht störenden Gewerbes, also Büros von Freiberuflern. Es seien noch viele Gespräche zu führen, bevor man konkreter werden könne, so Christensen. Die Erbengemeinschaft des Grundstücks sei von sich aus auf Conplan mit der Idee eines Wohnprojekts zugegangen, so Christensen.

Eine Baulücke mit einem gewissen Bekanntheitsgrad will der Architekt Asmus Bredendiek in der Norderstraße schließen. Die Nummer 45 ist seit dem Abriss der Kult-Disco "Roxy Music Hall" unbebaut. Mit den benachbarten Grundstücken 43 und 41 planen Bredendiek und eine Gruppe privater Interessenten das Wohnprojekt "Roxy-Höfe", das ebenfalls mehrere Generationen ansprechen und auch Platz für kleines, leises Gewerbe bieten soll. Wegen der geringen Breite der Vorderhäuser seien vor allem die rückwärtigen Flächen interessant, wo durchaus auch modernere Architektur zum Tragen komme, während man vorn die historischen Fassaden wieder herstellen werde. Bredendiek sieht etwa 15 Wohneinheiten in den "Roxy-Höfen". Bevor es an die Detail-Planung und die Umsetzung geht, muss eine wichtige Einigung getroffen werden: die mit der Eigentümerin des Areals. Das ist die Nord-Ostsee-Sparkasse, die durch die Fusion mit der Flensburger Sparkasse in den Besitz des Grundstücks gekommen ist.

"Nomen est omen" könnte über dem dritten aktuellen Wohnprojekt stehen. "Freiland" haben Wolfgang Almenritter und eine Gruppe Interessierter das Projekt genannt, das sie am Südhang des Güterbahnhofstals zwischen Pumpen Horn und dem Freilandlabor planen. Platz entsteht dort, wenn der Betriebshof des TBZ wie geplant verlagert ist. Zu den Ideen gehöre Mehr-Generationen-Wohnen, kleines Gewerbe und eine intensive Nachbarschaft.

Alle drei Wohnprojekte werden am Mittwoch, 29. April, 19 Uhr, beim "Flensburger Plan-Treff" im Rathaus vorgestellt.

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