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Flensburger Tageblatt

22. August 2017 | 19:11 Uhr

Drei Filme für den Publikumspreis

vom

Green-Screen-Festival zeigt wieder Spannendes aus der Natur im Kino 51 Stufen / sh:z-Medienhaus spendet wieder für den Zuschauerpreis

Flensburg | Der Countdown läuft. In knapp einer Woche werden Freunde des Naturfilms in Flensburg wieder auf ihre Kosten kommen. Drei hochkarätige Filme buhlen im Rahmen des Green-Screen-Festivals wieder um den mit 1000 Euro dotierten Publikumspreis des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages. Europas größtes und bedeutendstes Naturfilm-Festival macht auf seiner Tournee durch Schleswig-Holstein und Dänemark am Dienstag, 20. August, um 14.30 Uhr Station im Kino 51 Stufen.

Der erste Beitrag des Wettbewerbs stammt von den Japanern Yuki Saito und Taki Nishigawa. "The Niyodo River: A Symphony in Blue" beschäftigt sich in grandiosen Aufnahmen mit einem Fluss von erstaunlicher Reinheit, der an Zeiten erinnert, als die Natur noch eine größere Rolle im Leben der Japaner gespielt hat. Es ist der Niyodo-Fluss, das sauberste Gewässer in ganz Japan. Das Erstaunlichste am Niyodo ist seine spektakuläre blaue Farbe, dort bekannt als "Niyodo-Blau". Der Film nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch die Jahreszeiten den Fluss entlang und zeigt eine atemberaubende Schönheit, die es so nur am Niyodo gibt.

Christian Herrmann schickt seinen Streifen "Vom Kuscheln, Träumen und Schmusen - Die Sprache der Erdmännchen" ins Rennen. Was passiert mit den possierlichen Tierchen, wenn der Tag zu Ende geht, wenn sie alle wieder in ihrem Bau verschwinden? Liegen sie alle dicht gedrängt zusammen oder einzeln im Bau? Wie träumen Erdmännchen? Ein Team des Bayerischen Rundfunks ist erstmals diesen Fragen nachgegangen, auch während der Nacht in ihren unterirdischen Bauten. Der Kameramann Ulrich Schramm entwickelte eine Konstruktion mit drei Kameras, die staub- und sandgeschützt in einem Unterirdischen Bau montiert wurden. Die schwenkbaren Kameras wurden per Kabel mit einem Rechner und mit dem Internet verbunden und lieferten über zwei Jahre erstmals Bilder vom Erdmännchen-Leben unter der Erde.

Christoph Hauschild hingegen wirft einen akribischen Blick auf "Vorpommerns Auen". Die Küste dort zieht jährlich Millionen Besucher an. Doch die dahinter liegende Auenlandschaft ist weitgehend unbekannt. In den unzugänglichen Flusstälern Vorpommerns lebt der seltenste Adler Deutschlands: der Schreiadler. Nur noch 100 Paare gibt es in Deutschland, 80 davon kehren aus den Winterquartieren zurück nach Vorpommern. Eine intensive Landwirtschaft und der steigende Holzbedarf haben ihm weitgehend den Lebensraum genommen. Das ökologische Gleichgewicht dieses wertvollen Naturparadieses zu erhalten ist eine wichtige Aufgabe der Zukunft.

Alle Filme haben eine Länge von etwa einer Dreiviertelstunde. Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder werden von den faszinierenden Naturimpressionen begeistert sein. Jeder Gast erhält am Ende der Vorstellung einen Stimmzettel, auf dem er seinen Favoriten ankreuzen kann. Der Eintritt ist frei. Rechtzeitiges Erscheinen, wie es so schön heißt, sichert die besten Plätze!

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erstellt am 14.Aug.2013 | 03:09 Uhr

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