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Wahrzeichen in der Norderstrasse : Drahtseil reißt – Flensburger Schuhe purzeln zu Boden

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Sie sind so etwas wie ein Flensburger Wahrzeichen – die hängenden Schuhe in der Norderstraße. Am Dienstag ist ein Teil der baumelnden Latschen ohne Vorwarnung zu Boden gerauscht.

Flensburg | Was für ein Schuhfall! Seit sieben Jahren schon pendeln sie an Drahtseilen zwischen den Häuserfluchten der Norderstraße in Flensburg. Nun ist ein Teil der gut abgehangenen und gelüfteten Schuhe zu Boden gefallen wie reife Äpfel vom Baum. Um Punkt 15.40 Uhr riss zum bereits zweiten Mal eines der Seile – Sportschuhe, Stiefel und Sandalen landeten auf Bürgersteig und Straße. Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautete, kamen trotz regen Verkehrs weder Menschen noch Autos zu Schaden.

Selbst wenn es, wo auch immer, eine Beule gegeben hätte, wäre der Schaden reguliert worden: Ein Versicherungskaufmann hat eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, die das Risiko durch fallende Schuhe – etwa auf Kopf, Körper oder Motorhaube – abdeckt.  

Die baumelnden Galoschen sind eine Attraktion der Altstadt und zählen zu den meistfotografierten Objekten Flensburgs. Die Drahtseile dienten einst als Aufhängung für den Fahrdraht der unvergessenen Straßenbahn, später baumelte dort die Weihnachtsbeleuchtung. Heute hängen eben Schuhe an ihnen. Viele Schuhe. Sie sind inzwischen ein unverzichtbares Kulturgut und fester Bestandteil von Stadtführungen. Legenden ranken sich um das ungekrönte Wahrzeichen der Norderstraße. Weisen die Schuhe den Weg zum nächsten Drogendealer?  Sind sie eine politische Protestnote oder lediglich ein Abitur-Streich?

Die Wahrheit ist wahrscheinlich profan. Jeder, der sich hier eine Paar neue Schuhe kauft, wirft die ausgedienten Schuhe flugs über das Seil. Einer hat im Jahr 2007 damit angefangen – und unzählige Nachahmer gefunden. So einfach ist das…

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erstellt am 12.Aug.2014 | 17:33 Uhr

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