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Veranstaltung wird abgesagt : Drachenboot-Cup fällt ins Wasser

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Veranstalter sagt spektakuläres Paddel-Rennen in der Hafenspitze wegen zu geringer Teilnehmerzahl ab.

Flensburg | Der Drachenboot-Cup war jahrelang eine der größten Veranstaltungen an der Hafenspitze und lockte zu Spitzenzeiten mehr als 90 Firmen und regelmäßig über 10  000 Zuschauer an. In einigen Jahren mussten die limitierten Startplätze sogar verlost werden – so groß war der Andrang. Doch das ist Vergangenheit. Schon in den letzten Jahren hatten die Veranstalter mit sinkenden Teilnehmerzahlen zu kämpfen. In diesem Jahr nun fällt er sogar komplett ins Wasser – mangels Teilnehmer.

2004 war der Drachenboot-Cup von den Wirtschaftsjunioren Flensburg ins Leben gerufen worden. Die sportlich-spektakuläre Aktion war sofort ein Erfolg, so wie in vielen anderen Städten auch. Vor drei Jahren übernahm die Sportschatz GmbH das Ruder und versuchte, mit umfangreichen Werbemaßnahmen und einigen Veränderungen der Veranstaltung einen weiteren Rückgang der Teilnehmerzahlen zu verhindern.

„Die Resonanz nach den Veranstaltungen war immer spitze, alle wollten wiederkommen“, sagt Christoph Mantz von Sportschatz. „Aber am Ende waren es in den letzten Jahren immer weniger Mitarbeiter in den Unternehmen, die zu einer Teilnahme zu bewegen waren“, nennt er den Hauptgrund vieler Firmen, kein Team mehr zum Cup zu melden. 2012 nahmen noch über 60 Teams teil, 2013 waren es noch 40, vergangenes Jahr kamen nur noch 30 Teams zusammen. „Viele Mitarbeiter sind offenbar nicht mehr bereit, auch noch den kompletten Sonnabend für ihr Unternehmen aktiv zu sein – auch wenn es ein Spaß-Event ist“, vermutet Mantz.

Nachdem nun kurzfristig einige bereits gemeldete Teams ihre Teilnahme für dieses Jahr aufgrund mangelnder interner Beteiligung storniert hatten, blieb dem Team von Sportschatz nur die Absage. „Eine schmerzhafte Entscheidung. Der Drachenboot-Cup war über ein Jahrzehnt ein Riesen-Event für Flensburg“, zeigt sich Jan Möller, ebenfalls Sportschatz, betrübt über die Absage. Viele Firmen seien dazu übergegangen, eigene Events zu veranstalten, um so mehr Teilnehmer integrieren zu können. „Mit so wenig Mannschaften lässt sich die Veranstaltung schon allein wegen der hohen Nutzungsgebühren für die Hafenspitze nicht mehr darstellen“, erklärt Möller.


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