Doppelte Grundsteinlegung

Jeder durfte mal die Kelle schwingen: Im Baugebiet am Wasserturm (hinten rechts) sind die Bauarbeiten seit April in vollem Gange.
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Jeder durfte mal die Kelle schwingen: Im Baugebiet am Wasserturm (hinten rechts) sind die Bauarbeiten seit April in vollem Gange.

Am Wasserturm haben die privaten Investoren die Baugruben für zwei große Tiefgaragen ausgehoben / Erste Einzüge für Sommer 2015 geplant

shz.de von
27. Juni 2014, 07:29 Uhr

Den besten Blick gab es von oben: Alle Besucher der doppelten Grundsteinlegung hatten freien Eintritt zur Besucher-Plattform des Wasserturms. Die Kosten von 1 Euro pro Person übernahmen die Investoren – ein Eis pro Besucher inklusive.

Zwei riesige Baugruben tun sich auf dem versteckten Gelände im Winkel aus Mürwiker Straße und Am Lautrupsbach auf. Doch der Eindruck täuscht: Hier entstehen keine Monsterbauten, sondern die Gruben nehmen die gemeinsamen Tiefgaragen von jeweils vier Mehrfamilienhäusern auf.

Die beiden privaten Bauherren des gemischten Konsortiums hatten zum Startschuss geladen. Eine Baugrube war von Bauplan Nord ausgehoben worden, die andere stammt von einer GbR aus Hermann Höft, Boy Meesenburg und Norbert Erichsen. Mit dem Selbsthilfebauverein und der WOGE Kiel gehören auch zwei Genossenschaften zum Investorenteam am Wasserturm; deren Bauprojekte für Mietwohnungen starten zu einem späteren Zeitpunkt. Insgesamt sollen hier bis Ende 2016 stolze 160 Wohneinheiten entstehen: Mietwohnungen, Eigentumswohnungen, Reihen- und Doppelhäuser sowie wenige frei stehende Einfamilienhäuser.

Entsprechend wurden auch zwei Kupferröhren mit Bauplänen, Tageszeitungen, Münzen und weiteren Dokumenten gefüllt, verlötet und schließlich in zwei dafür vorgemauerten Grundsteinen eingebaut. Sie sollen später tatsächlich in den Häusern eingebaut werden, versprach Hermann Höft, der sich auf eines der schönsten Flensburger Bauvorhaben freut. Damit bezog er sich nicht nur auf die äußere Gestaltung, sondern auch auf die Lage im Stadtgebiet mit der fußläufigen Entfernung zur Innenstadt und der unmittelbaren Nähe des Volksparks. Susanne und Hans-Dieter Braas dürften zu den typischen ersten Bewohnern der neuen Häuser gehören. Das Einfamilienhaus an der Gneisenauweg ist dem Rentner-Ehepaar zu groß geworden, ebenso das Grundstück mit dem Garten. „Wir können von hier zu Fuß zur Stadt gehen, das war uns sehr wichtig“, sagt Braas, der gestern fleißig fotografierte. Wichtig sei zudem die große Terrasse der Parterre-Wohnung, die er sich reserviert hat: „Da können wir den Strandkorb meiner Frau aufstellen.“

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