zur Navigation springen

Abstand zu Gering : Dollerup will Windkraft-Standort bleiben

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Gemeinde dringt darauf, das bisherige Eignungsgebiet in vollem Umfang zur erhalten.

Dollerup | Beim Thema „Windenergie“ will die Gemeindevertretung Dollerup am Ball bleiben. Bereits 2015 hatte sie, also bereits vor dem im vergangenen Jahr von der Landesregierung eingeleiteten förmlichen Beteiligungsverfahren, eine Stellungnahme zum Entwurf der Teilaufstellung des Regionalplans für den sie betreffenden Planungsraum abgegeben. Ihre Auffassung fand jedoch keine Berücksichtigung. Um die Ziele zu erreichen, den bestehenden Windpark im bisherigen Umfang langfristig zu sichern und Möglichkeiten zum sogenannten „Repowering“ aufzuzeigen, beschloss sie daher auf ihrer jüngsten Sitzung bei einer Gegenstimme einen erneuten Vorstoß.

Aus dem von Planungsingenieur Bernd Philipp erarbeiteten Entwurf geht hervor, dass beim Festlegen der Grenze, ab der die Mindestabstände zu den Windenergieanlagen zu messen sind, unterschiedliche Sichtweisen bestehen. Für die Landesplanungsbehörde in der Kieler Staatskanzlei ist das letzte am Dorfrand liegende Haus maßgeblich. Die Gemeinde hingegen bezieht sich auf den bauplanungsrechtlich bedeutsamen Unterschied zwischen Innen- und Außenbereich. Sie ist der Auffassung, die Abstände seien ab der Grenze des etwa 250 Meter weiter zurückliegenden festgelegten „Innenbereichs“ zu messen. Dazwischen liege kein geschlossen bebauter Bereich, sondern allenfalls eine Splittersiedlung mit zumeist landwirtschaftlichen Hofstellen.

Sollte sich die Kieler Auffassung durchsetzen, würde der im ursprünglichen Regionalplan 90 Hektar umfassende und durch den gültigen Flächennutzungsplan ohnehin auf 50 Hektar verringerte Eignungsbereich auf 33 Hektar schrumpfen. Geschäftsführer Thomas Jensen vom örtlichen Bürgerwindpark wies später noch auf eine weitere Folge hin: Neue Windkraftanlagen dürften nur noch am äußersten südlichen Rand des dann zulässigen Gebietes errichtet werden. „Damit könnte die gegenwärtige Infrastruktur mit Zuwegungen und Erdkabeln nicht mehr genutzt werden und müsste neu hergestellt werden.“

Einstimmig verabschiedete die Gemeindevertretung den Haushaltsplan 2017. Er weist Erträge von 1  341  200 Euro auf. Die Aufwendungen und damit der Jahresfehlbetrag liegen um 31  500 Euro darüber. Die Sätze der Grundsteuern A und B bleiben mit 320 Prozent ebenso unverändert wie die Gewerbesteuer mit 380. Anschließend wurde für die Erneuerung von Abwasserpumpen und Druckrohrleitung in der Schluchtstraße der Auftrag mit einem Volumen von 12  000 Euro vergeben.

Zwei für das Sanieren des Weges nach Kleinquern vorliegende Angebote sind nach Ansicht der Gemeindevertreter zu hoch. Bürgermeister Peter-Wilhelm Jacobsen wurde beauftragt, eine sparsamere Version zu ermitteln. Der Spielplatz in der Straße Breitenstein soll neue Geräte zu Kosten von 7500 Euro erhalten. Festgelegt werden muss schließlich noch die Stelle, an der eine vom Klimapakt finanzierte „Mitfahrbank“ aufgestellt wird.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen