Stadtteile in Flensburg : Dörflich, heterogen und harmonisch

Neues und Altes ergänzen einander im gewachsenen Engelsby – wie hier in der Max-Reger-Straße mit Blick auf die Brahmstraße.
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Neues und Altes ergänzen einander im gewachsenen Engelsby – wie hier in der Max-Reger-Straße mit Blick auf die Brahmstraße.

9. Teil der Stadtteilserie: Das Bürgerforum Engelsby bewegt derzeit vor allem das Wohnen im Stadtteil und die Jugendhütte als zentraler Treffpunkt

shz.de von
05. Januar 2017, 11:00 Uhr

Flensburg | Seit zwei Jahren ist in Flensburg geregelt, wie und wann die Stadtteilforen als politische Vertretungen der Quartiere eingebunden werden müssen. Seit diesem Jahr nun engagiert sich in jedem Stadtteil mindestens ein Forum. Grund genug für das Tageblatt, zum Jahresende Bilanz zu ziehen und zu fragen, wo im Stadtteil der Schuh drückt. Ergänzt wird der Stadtteil-Überblick durch Daten des gerade vorgelegten Sozialatlas 2016. Zu beachten ist, dass die Gebiete, um die sich verschiedene Foren kümmern, nicht immer mit den Verwaltungsgrenzen der Stadtteile übereinstimmen. Heute: das Bürgerforum Engelsby.

Was ist das Besondere an Ihrem Stadtteil, das ihn von allen anderen unterscheidet?

Die Bebauung ist charakteristisch: Fast wie in einem Dorf besteht Engelsby aus einem alten Kern – und drum herum ist das „Dorf“ gewachsen. Besonders für das Bürgerforum ist die Verwaltung der Jugendhütte (Richard-Wagner-Straße 40 gegenüber von der KTS). Die Hütte wird Jugendlichen und jungen Erwachsenen als Treffpunkt, zum Teil selbstverwaltet, zur Verfügung gestellt.

Auf welchem Gebiet hat sich im Stadtteil 2016 etwas bewegt?

Die oben genannte Hütte sorgte für reichlich Arbeit. Im Frühjahr war sie in Brand gesteckt worden. Die Sanierung zog sich bis zum Ende des Jahres. Ein Grund ist das Löschwasser gewesen, welches nicht wie angenommen wurde, ins Erdreich gesickert ist, sondern im neuen Boden Schimmel verursachte. Somit war eine erneute Sanierung von Nöten. Ein weiterer Grund war die unklare Zuständigkeit. In der Theorie ist das Bürgerforum der Träger der Hütte, die pädagogische Begleitung übernimmt eine Fachkraft, die Kosten trägt das Kinder- und Jugendbüro. Leider hat es aber nicht so funktioniert wie gedacht. Um eine funktionierende „Verwaltungs“-Struktur zu bekommen, hat das Bürgerforum die Trägerschaft zum Jahreswechsel gekündigt.

Dass die Deutsche Annington ihren Wohnungsbestand zum Jahreswechsel verkauft hat, hat viele Engelsbyer bewegt. Eine wesentliche Verschlechterung oder Verbesserung der Wohnungsqualität ist aber nicht zu erkennen.

Was ist dagegen das größte Thema, das 2016 im Stadtteil liegengeblieben ist?

Ein großes Thema gibt es nicht. In Engelsby gibt es einige kleinere Themen, die das Bürgerforum interessiert verfolgt, zum Beispiel die mögliche Entwicklung auf dem Brombeerstück (alter Plus-Markt an der Engelsbyer Straße).

Wie soll es mit diesem Thema weitergehen und wie könnte es vorankommen?

Die Stadt Flensburg möchte den Bebauungsplan für die Fläche ändern und Wohnen ermöglichen. Ob das den Eigentümer der Fläche ermuntert, eine Idee für die Fläche zu entwickeln?

Welches weitere Thema wollen Sie 2017 anpacken?

Gern würden wir wieder etwas mehr auf das Bürgerforum aufmerksam machen. Derzeit ist es sehr ruhig in Engelsby und somit auch beim Bürgerforum.

Was wünscht sich Ihr Stadtteilforum von der künftigen Oberbürgermeisterin?

Die gute Kommunikation zwischen den Foren dieser Stadt und der Verwaltung weiter zu begleiten.

Was wünscht sich Ihr Stadtteilforum von der Flensburger Politik?

Wir wünschen uns weiterhin eine konstruktive Zusammenarbeit.

Welches Thema in Ihrem Stadtteil hätte mehr Aufmerksamkeit verdient?

Das gute Zusammenleben eines heterogenen Stadtteils wie Engelsby.

Morgen: Rude/Südstadt

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