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Flensburger Tageblatt

19. Oktober 2017 | 02:54 Uhr

Tarp : DLRG sauer auf die Gemeinde

vom

Für 2012 soll Tarper Ortsgruppe 780 Euro für Badnutzung zahlen - obwohl die Mitglieder Jahreskarten besitzen.

shz.de von
erstellt am 14.Mai.2013 | 05:35 Uhr

Tarp | Die Stimmung bei der jüngsten Jahresversammlung der DLRG-Ortsgruppe Tarp war alles andere als gut. Mit der Gemeinde gibt es Zwist, da für die Teilnehmer an der Rettungsschwimmerausbildung plötzlich Einritt bezahlt werden soll, und bei einem Treffen mit Vertretern der Gemeinde am 25. April war von der DLRG-Ortsgruppe zusätzlich noch mehr Unterstützung im Freizeitbad gefordert worden. Außerdem waren im Vorfeld drei altgediente Vorstandsmitglieder zurück- oder nicht wieder angetreten.

Rainer Müller als Vorsitzender und seine Frau Doris als Schriftführerin waren zum 1. Februar aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Brigitte Fischer ließ sich nicht wieder zur Kassenwartin wählen. Alle drei können als "Urgesteine" der Tarper DLRG bezeichnet werden, hatten ihre Posten über drei Jahrzehnte inne und entscheidenden Anteil am Erfolg der Ortsgruppe. Nachfolger wurden als erster Vorsitzender der bisherige zweite Vorsitzende Torsten Fritz, sein Stellvertreter ist Uwe Merk, Schriftführerin Kristin Fritz und Schatzmeister Carsten Gorny.

Gut zuhören musste Tarps stellvertretender Bürgermeister Rüdiger Wiese bei dem Thema, das die DLRG-Mitglieder besonders aufregt. Für 2012 war unerwartet eine Rechnung über 780 Euro bei der Gruppe eingegangen: Dies sei der zu entrichtende Eintritt für die Kinder und Jugendlichen, die in der Saison an der Schwimm- und Rettungsschwimmer-Ausbildung teilgenommen hatten, hieß es. Als Grundlage diente die Zahl, die die DLRG als Teilnehmer an die Gemeinde gemeldet hatte. Nicht berücksichtigt wurde aber, dass hiervon 75 Prozent eine Jahreskarte für das Bad gekauft und somit bereits das Eintrittsgeld entrichtet hatten.

Was die Mitglieder noch mehr verärgert, ist, dass die DLRG-Gruppe mit Sportvereinen verglichen wird: "Wir sind eine Wasser-Rettungsorganisation, nur mit Feuerwehr oder solchen Einrichtungen vergleichbar", betonte Vorsitzender Fritz. "Die Eintritts-Forderung nach all den Jahren mit freiem Zugang ist uns völlig unverständlich." Das Thema solle morgen in einer Ausschusssitzung nochmals behandelt werden, versprach Wiese.

Welche Leistungen durch die DLRG erbracht werden, zeigen einige Zahlen: 140 Mitglieder hat die Ortsgruppe, davon sind 115 Kinder und Jugendliche, die bis zum Erwerb des Rettungsschwimmabzeichens Silber und Gold ausgebildet werden. Das silberne Exemplar haben vier Personen, weitere zehn haben Bronze und sind auf dem Weg zur nächsten Stufe. Trainiert wird in der Schwimmhalle an der Schule in Eggebek, im Campusbad und im Sommer im Tarper Freizeitbad.

"Für uns ist das alles nicht richtig glücklich", sagt DLRG-Pressesprecher Wolfgang Gorny. Er hofft auf einen guten Ausgang. "Wir unterstützen das Bad, stellen bei Bedarf Wachgänger, sind beim Einsatz des Saturn-Spielgeräts am Beckenrand - mehr können wir mit unserer dünnen Personaldecke wirklich nicht leisten."

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