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Flensburger Tageblatt

14. Dezember 2017 | 09:32 Uhr

Campus Flensburg : Die Wohnungsnot der Studenten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Gerade für internationale Studenten mangelt es an geeigneten Quartieren zum bevorstehenden Semesterstart

shz.de von
erstellt am 27.Aug.2015 | 10:46 Uhr

Die Europa-Universität Flensburg schlägt Alarm: Die Uni hilft internationalen Studenten bei der Wohnungssuche, und in diesem Jahr gibt es „weniger Zimmer und höhere Preise“, beklagt Lucila Morales de Mittag aus dem International Center der Uni.

Rund 90 ausländische Studenten fangen zum kommenden Semester hier an. Gerade für sie gestaltet sich die Suche schwierig, weil sie häufig weniger Geld haben und möblierte Zimmer brauchen. Und sie suchen vom Ausland aus. Doch um die begehrten Plätze in den Studentenwohnheimen müssen sie mit den Deutschen konkurrieren. Die Plätze in Wohnheimen sind nun längst vergeben, und nur wenige ausländische Studenten sind hineingekommen. Jetzt haben die Heime eine lange Warteliste.

Eigentlich brauchen die Studenten schon bei Anreise eine Bleibe. Denn dann ist noch so einiges zu erledigen, bevor sie anfangen können zu studieren. Ob die Eröffnung eines Kontos, die Anmeldung bei einer Krankenkasse, die endgültige Immatrikulation oder die Meldung bei der Ausländerbehörde – überall ist es erforderlich, einen Wohnort nachzuweisen.

Daher suchen die Internationalen sich von zu Hause aus eine Wohnung und werden dabei unterstützt von den Campusengeln – wissenschaftliche Hilfskräfte (Hiwis) der Universität, die Ansprechpartner für alle Neuankömmlinge sind. Doch zaubern können die auch nicht. „Die Wohnungsvermittlung für Internationale ist unsere schwierigste Aufgabe“, berichtet Moritz Köpp (23). „Wir haben zehn Internationale, die schon zum 5. September kommen, aber bei jetzigem Stand ohne Wohnung hier eintreffen.“ Denn der Studiengang International Management fängt schon einen Monat früher als die anderen an. Seine Kollegin Adriane Piel erzählt: „Es gibt hier für einzelne Wohnungen 20 bis 30 Bewerber.“ Doch die große Zahl an Studierenden kommt erst noch, für die meisten fängt die Vorlesungszeit Mitte Oktober an.

Daher ruft die Uni Vermieter in Flensburg dringend dazu auf, sich bei den Campusengeln zu melden und ihre Wohnungen anzubieten. Besonders werden günstige, gut angebundene und möblierte Wohnungen oder Zimmer gesucht. Aber auch andere Angebote werden, wenn möglich , gerne weitervermittelt.

Zu erreichen sind die Wohnungshelfer via E-Mail unter campusengel@uni-flensburg.de oder telefonisch unter 0461-805-2001 (Mo-Fr 9 bis 16 Uhr). Ansonsten können sie auch im Erweiterungsbau der Uni angetroffen werden.

Fachhochschulsprecher Kristof Gatermann berichtet von ähnlichen Problemen an der anderen Flensburger Hochschule: „Wir wissen von sechs bis sieben ausländischen Studenten, die noch keine Wohnung gefunden haben.“ Die gesamte Fachhochschule fängt schon zum 14. September mit den Vorlesungen an. Daher bittet auch er Vermieter um Meldung. Kontakt läuft dort telefonisch unter 0461-805-1806 oder über die E-Mail svenja.harmel@fh-flensburg.de.

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