Stadtfest : Die Wiedergeburt des Tummelum

Musik, Tanz und Show aus hiesigen Gefilden: Die Bühne am Südermarkt wird auch in diesem Jahr dicht umlagert sein. Foto: Dewanger
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Musik, Tanz und Show aus hiesigen Gefilden: Die Bühne am Südermarkt wird auch in diesem Jahr dicht umlagert sein. Foto: Dewanger

Vom 25. bis 27. Mai 2012 feiert Flensburg sein traditionsreichstes Stadtfest unter dem Motto "Sing, Flensburg, sing!" / 350 000 Besucher erwartet

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17. März 2012, 07:34 Uhr

Flensburg | Plötzlich und unerwartet verstorben - doch nun ist es wieder da, das "Tummelum" 2012. Die 13. Auflage des Flensburger Innenstadtspektakels, das ursprünglich - alternierend mit dem Dampf-Rundum - im Zwei-Jahres-Rhythmus geplant war, hätte bereits im Sommer 2011 über die Bühne(n) gehen müssen. Doch da warteten die Flensburger vergeblich. Dafür kommt es nun wie aus heiterem Himmel. Unter dem fröhlich anmutenden Motto "Sing, Flensburg, sing!"

28 Jahre ist es her, dass Veranstalter Michael Reinhardt das erste "Tummelum" aus der Taufe hob. Es fand im August 1984 statt - zum 700-jährigen Bestehen der Stadt. Auch jetzt zeichnet der Kulturmanager mit seiner Event-Agentur für den Ablauf verantwortlich. Das Programm, sagte er gestern auf Tageblatt-Anfrage, sei nahezu in trockenen Tüchern, jetzt sei nur noch Feintuning erforderlich, bevor man damit an die Öffentlichkeit gehen könne.

Eine Teilöffentlichkeit freilich wurde dieser Tage schon informiert - in Form einer Rechnung. 154 Euro und 70 Cent seien von den City-Einzelhändlern als allgemeine Umlagewerbungskosten zu entrichten. Absender des Schreibens ist die IG Flensburg Innenstadt als offizieller "Tummelum"-Veranstalter; auch die Flensburger Gilde bittet ihre Mitglieder, sich (wie in der Vergangenheit) an der freiwilligen Umlage zu beteiligen. Insgesamt 200 Betriebe sind angeschrieben worden. Wie üblich, gibt es hier bereitwillige Zahler wie auch Verweigerer. "Noch ist es zu früh, über die Akzeptanz in der Kaufmannschaft konkrete Aussagen zu machen", meinte Ulf Hansen, Vorsitzender der knapp 50 Mitglieder starken IG Innenstadt. Man wolle durch die Beiträge das finanzielle Risiko absichern. Die Gesamtkosten werden sich voraussichtlich auf 76 000 Euro belaufen. Hansen zeigte sich zuversichtlich, dass Michael Reinhardt mit seiner Erfahrung auch in einem engen Zeitfenster ein ansprechendes, bodenständiges Programm auf die Beine stellen könne. Und räumt gleichzeitig ein, dass der Zeitpunkt 25. bis 27. Mai nicht unbedingt optimal sei, zumal eine Woche zuvor die Rum-Regatta stattfinde. "Es war etwas schwierig. Es gab Terminkollisionen: Flens-Festival, Drachenbootrennen, Fußball-EM. . ."

Dennoch freue er sich darauf, möglichst vielen Besuchern die Stadt von seiner freundlichen Seite zeigen zu können: Flensburg eben, wie es singt und lacht. Eingebunden sind Südermarkt, Holm, Große Straße, Nordermarkt und Schiffbrückplatz.

Michael Reinhardt betont, dass es sich beim "Tummelum"-Revival keinesfalls um eine Sturzgeburt gehandelt habe. Die Planungsphase mit all den behördlichen Hürden habe etwa ein halbes Jahr beansprucht. "Ein langer Abstimmungsprozess" - doch nun gebe es Planungssicherheit für Flensburgs traditionsreichstes Stadtfest, zu dem 350 000 Besucher erwartet werden.

Die Flensburger Gilde (ehemals IG "Die Große") ist mit knapp 170 Mitgliedern der stärkste Verbund innerhalb der innerstädtischen Kaufmannschaft. Vorsitzender Jens Drews ist fest davon überzeugt, dass sich ein großer Teil der Einzelhändler finanziell an dem Fest beteiligen wird. Und betont, dass alle Dissonanzen mit der IG Innenstadt der Vergangenheit angehörten. "Wir kommunizieren miteinander, sprechen uns bei den verkaufsoffenen Sonntagen ab und sind gemeinsam bemüht, das Beste für die City herauszuholen."

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