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Lions in Flensburg : Die Welt zu Gast im hohen Norden

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

26 Jugendliche aus aller Welt verbrachten auf Einladung der Lions der Region drei spannende Wochen zusammen

Voller Elan verteilen Jugendliche aus aller Welt Sand auf dem Spielplatz der inklusiven Lebenshilfe-Kita an der Osterallee – auf diese Weise gehen drei aufregende Wochen zu Ende: Dieses Jahr hatte das nördliche Schleswig-Holstein die Ehre, das alle zwei Jahre stattfindende internationale Jugendcamp der Lions-Clubs International durchzuführen.

26 Jugendliche aus 17 Nationen zwischen 16 und 21 Jahren haben drei Wochen in Deutschland verbracht. Nach einem einwöchigen Aufenthalt in Gastfamilien zogen sie in die Jugendherberge nach Kappeln um. Von dort unternahmen sie Ausflüge nach Berlin, Hamburg oder Schloss Gottorf. Neben den Aktivitäten wird ebenfalls viel Wert auf kulturellen Austausch oder Diskussionen über Themen wie Inklusion gelegt. Campleiter Tom Hänert ist vor allem von der abendlichen Feedbackrunde am Lagerfeuer begeistert: „Ich habe von Tag zu Tag gemerkt, wie die Gruppe immer stärker zusammengewachsen ist. Hier sind Freundschaften für das ganze Leben entstanden.“ Es sei darauf geachtet worden, dass nie mehr als zwei Teilnehmer aus einer Nation stammten und im Camp möglichst Englisch gesprochen werde, um die Gruppendynamik zu bestärken, so der junge Campleiter, der wie alle anderen Betreuer das Camp ehrenamtlich organisiert hat. Die Gelder für Kost, Logis und Ausflüge werden von den Lions-Clubs der Heimatländer sowie der Region 2 des Districts 111 Nord der Lions getragen – also von den Lions-Clubs aus Flensburg, Angeln, Kappeln, Husum und Nordfriesland.

Susanne Lasch von der Campleitung blickt freudig auf die vergangenen Tage zurück: „Alle hatten eine aufregende Zeit, konnten internationale Erfahrungen machen und neue Kontakte knüpfen.“ Es sei viel über die Kultur der neuen Freunde gelernt worden, und die unterschiedlichen Muttersprachen hätten für viel Gesprächsstoff gesorgt.

Alle zwei Jahre wird das internationale Jugendcamp ausgeschrieben, zu dem sich jeder Jugendliche weltweit in seinem jeweiligen Heimatland anmelden kann. Karl Heinrich Mohr, Kabinettbeauftragter für den Jugendaustausch bei den Lions, nimmt Kontakt zu den Heimatclubs auf und wählt mit diesen die geeigneten Teilnehmer aus. Der Vize-Governor des Lions-Districts Wolfgang Tiersch freut sich über den internationalen Austausch: „Wir haben hier ein Zusammentreffen der Nationen. Der soziale Status spielt dabei keine Rolle.“ Jeder solle eine Chance bekommen, sich zu bewerben – soziale und geographische Herkunft spielten dabei keine Rolle.

Die Teilnehmer haben lange Reisen auf sich genommen, um an dem Camp teilzunehmen. Die weiteste Anreise betrug drei Tage für eine Teilnehmerin aus der Mongolei. Viele der Jugendlichen sind das erste Mal in Deutschland und erleben große Unterschiede gegenüber der Lebensweise in ihrem Heimatland. „Ich war überrascht, wie genau und pünktlich die Deutschen sind. In meiner Heimat ist es üblich, zu spät zu kommen. Hier kommt das fast nie vor“, wundert sich Gabriella Ferreira aus Brasilien. Der Chinese Zhongyu Feng ist ebenfalls überrascht, wie präzise die komplette Organisation des Camps ist und wie getaktet der Zeitplan ist.

Nach drei ereignisreichen Wochen, fällt den Jugendlichen der Abschied untereinander schwer. Und: Sie sind froh, dass sie nach all dem Erlebten und schönen Momenten auch selbst etwas zurückgeben können, indem sie den Kinderspielplatz der Lebenshilfe Flensburg in der Begegnungsstätte tatkräftig verschönern. Die jungen Leute verteilten allein fünf Tonnen Sand von Hand; der Spaß kam dabei dennoch nie zu kurz. Am Sonntag werden sich die Teilnehmer wieder in die ganze Welt verstreuen – um viele Erfahrungen und Freunde reicher. Die Israelitin Tal Cohen schwärmt: „Ich habe so viele verschiedene Menschen kennenlernen dürfen und wahnsinnig viel gelernt.“

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