Bildung in Flensburg : Die Wahl der richtigen Schule

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Weiterführende Schulen: Für 520 Flensburger Grundschul-Kinder steht die Entscheidung bevor

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26. Januar 2018, 06:55 Uhr

Es ist wieder soweit. In den nächsten Wochen stehen in etlichen Familien die Entscheidungen für die weiterführenden Schulen an: Gymnasien oder Gemeinschaftsschulen, gegebenenfalls mit Oberstufe? Eltern und Schüler sind aufgefordert, sich zu informieren, Schulen werden sich und ihre Angebote präsentieren. Danach wird Bilanz gezogen: Wo sind die Gewinner, wo die Verlierer oder ist die Schullandschaft im kommenden Schuljahr von einer ruhigen Entwicklung geprägt? Unsere Zeitung präsentiert eine Übersicht über Angebot und Ausstattung der Schulen auf Grundlage ihrer Auskünfte.

Zunächst: Die große Welle, die noch 2017 zu verzeichnen war, wird es in diesem Jahr nicht geben. 580 Jungen und Mädchen sollten 2017 aus einer Grundschule in eine weiterführende Schule wechseln. In diesem Jahr sind es 520, so Dr. Wolfgang Sappert, Leiter des Fachbereichs Bildung. Als große Unbekannte bleibt noch die Zahl der Schüler, die aus dem Landbereich für einen Besuch an einer der Flensburger Schulen angemeldet werden. Doch bei rückläufigen Entwicklung der Bevölkerungszahlen sehen die Fachleute im Rathaus diesen Bereich mit Gelassenheit.

Auch gibt es inzwischen Erfahrungswerte zur Schulwahl ohne die frühere Schulartempfehlung und die abgeschafften Notenzeugnisse. Mit ihrer Wahl lagen Eltern und Schüler nicht schlecht. Querversetzungen, weil die Leistungen für die gewählte Schule nicht ausreichten, gab es nach den Worten Sapperts nur wenige.

Die letzten Zuckungen erlebt im kommenden Schuljahr die achtjährige Schulzeit am Gymnasium. Schüler, die demnächst am Gymnasium angemeldet werden, gehen wieder nach neun Jahren in die Abi-Prüfung – mit einem Aber: Für die neuen Gymnasiasten gelten noch bis zur sechsten Klasse die G8-Anforderungen. Das heißt: verdichteter und längerer Unterricht. So will es der Gesetzgeber, erläutert Christoph Kindl, Leiter des Alten Gymnasiums. Damit erfüllten die Gymnasien die gesetzlichen Anforderungen. Mit der sechsten Klasse erfolge dann die Umstellung auf die Anforderungen der neun Jahre.

Für alle Eltern und Schüler gilt die Empfehlung Wolfgang Sapperts: Unbedingt über verschiedene Schulen und ihre Angebote informieren.


Weiterführende Schulen im Überblick auf den  Seiten 12/13 in der gedruckten Zeitung vom 26. Januar


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