zur Navigation springen

Munkbrarup : Die Vision vom Sportclub Nordangeln

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Angeliter Vereine diskutieren Modelle zur Lösung der Nachwuchsprobleme. Spielgemeinschaften und vereinsübergreifenden Sport-Dienstleistungszentren sind Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

Um sich über die Herausforderungen der Zukunft in der Jugendarbeit und bei den Sportvereinen klar zu werden, hatte der TSV Munkbrarup mit seinem Vorsitzenden Hans-Joachim Thadewaldt zur „Angeliter Zukunftskonferenz“ in die Schule Munkbrarup eingeladen. Vor 27 Vertretern aus zehn von zwölf eingeladenen Vereinen benannten er und Thomas Niggemann, beim Landessportverband Geschäftsführer für Vereins- und Verbandsentwicklung sowie Breitensport, in ihren Eingangsreferaten die Probleme, darunter die zunehmenden Schwierigkeiten bei der Besetzung von Vorstandsposten und Übungsleitern. Thema waren auch die Folgen für den Sportbetrieb am Nachmittag durch Einführung der Ganztagsschule und die Auswirkungen der demografischen Entwicklung. Diese machten Veränderungen in der Jugend- und Seniorenarbeit erforderlich. Außerdem gehe es um die Zusammenarbeit von Schule und Verein.

In fünf Arbeitsgruppen kamen dann die Vereinsvertreter zu Wort. Die erarbeiteten Lösungsansätze, die schließlich im Plenum vorgetragen und ausführlich diskutiert wurden. Dabei ging es um Netzwerkbildung im administrativen Bereich, zum Beispiel bei der Mitgliederverwaltung, und um das Einrichten von Pools, bei denen sich mehrere Vereine festangestellte Übungsleiter teilen. Diesen könnten dann Voll- oder Teilzeitstellen angeboten werden. Unter Hinweis auf die Grenzen des ehrenamtlich Machbaren wurde das mangelhafte Wissen um vorhandene Fördermöglichkeiten beklagt. Ein Problem stelle auch die Schließung der Schulsporthallen in den Ferien dar.

Die Modelle denkbarer Zusammenarbeit reichten von Kooperationen in Form von schon praktizierten Spielgemeinschaften über vereinsübergreifenden Sport-Dienstleistungszentren und Fusionen bis hin zu Großvereinen, wie es sie in Henstedt-Ulzburg oder Itzehoe schon gebe. Als Vision wurde ein „Sportclub Nordangeln“ mit 6000 Mitgliedern an verschiedenen Standorten und unter hauptamtlicher Leitung in den Raum gestellt.

Aber auch Ängste kamen zur Sprache. So sei es vorgekommen, dass ein in mehreren Vereinen tätiger Trainer gute Spieler abgeworben habe. Insgesamt jedoch wurde die Veranstaltung gut aufgenommen.

Wiebke Rottschäfer vom STV Sörup fasste diesen Eindruck in zwei Sätze: „Wir haben uns kennengelernt und ausgetauscht. Ich habe das als sehr positiv empfunden.“

Thadewaldt rief dazu auf, nicht tatenlos abzuwarten, sondern die Zukunft selbst zu gestalten. „Wir wollen die Fäden in der Hand behalten.“ Nach der Diskussion der erarbeiteten Modelle in den Vereinen soll die Konferenz fortgeführt werden, dann aber unter Beteiligung der Kommunalpolitik.

zur Startseite

von
erstellt am 07.Feb.2014 | 07:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen