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Universität Flensburg : Die Universität spart beim Licht

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die neue Steuerung der Beleuchtung kostet 220.000 Euro. Finanzministerin Heinold macht sich ein Bild vom Einsatz der Landesfördermittel.

Rund 27.000 Euro soll die Universität der Fördestadt in Zukunft jährlich an Stromkosten sparen. Grund dafür ist ein neuartiges Steuerungssystem der Beleuchtung, mit dessen Hilfe das Licht innerhalb des Hauptgebäudes genau auf den jeweiligen Bedarf abgestimmt werden kann. „Und sie können sich vorstellen, dass Studierende nach Vorlesungsschluss nicht immer daran denken, das Licht auszuschalten“, erklärte gestern Gebäudemanager Axel de Haan den Nutzen der Anlage in Anwesenheit von Finanzministerin Monika Heinold. Diese war im Rahmen ihrer dreitägigen Sommertour nach Flensburg gekommen. Sie wollte sich vor Ort einen Einblick in die Verwendung der vom Land im Rahmen des Sonderprogramms „Profi“ bereitgestellten Fördermittel zur Modernisierung öffentlicher Infrastruktur verschaffen.

220.000 Euro wird der Einbau der modernen Technik kosten. „Die Investition ist nicht nur eine sehr bedeutende Maßnahme zum Energiesparen, die sich durch den verringerten Verbrauch bereits nach acht Jahren amortisiert haben wird“, so Heinold. „Der CO2-Ausstoß wird damit ebenfalls um 33 Tonnen jährlich gesenkt, das ist ein wichtiger Schritt, der zum Klimaschutz beiträgt“, sagte die Ministerin, bevor sie sich die „Zauberanlage“ präsentieren ließ.

„Über die alte Steuerung war es bislang nur möglich, das Licht komplett auszuschalten“, erklärte de Haan. „Das haben wir abends mal versucht, es hat nicht zu großer Freude geführt.“ Die neue Beleuchtungssteuerung funktioniere über Bewegungsmelder, die an den Wänden oder in den Decken der Räume montiert werden und mit den Leuchten verbunden sind. Die Räume könnten mit einer einfachen Ausschaltung über Nachlaufzeiten ausgestattet werden, auch eine vom Tageslicht abhängige Beleuchtung sei über außerhalb des Gebäudes angebrachte Sensoren möglich. „Wenn es innerhalb von zehn Minuten im Raum keine Bewegung gibt, schaltet sich das Licht ab“, so de Haan. Dies gelte für alle Flure, Lehrräume und Toiletten. „Ausgenommen sind nur die Büros und einige Laborräume, in denen die Bewegungsmelder aufgrund der dortigen Bedingungen eher hinderlich wären.“ Die Gefahr von Fehlfunktionen der Technik, wie sie in der Vergangenheit mehrfach von Schulen berichtet wurden, in denen etwa während des Unterrichts plötzlich das Licht ausging, sei nicht gegeben. Die moderne Technik sei wesentlich sensibler als vor einigen Jahren. Bis zum Semesterbeginn soll der Einbau der 2300 Geräte sowie ihre Integration in die Gebäudesystemtechnik abgeschlossen sein.

Uni-Präsident Prof. Werner Reinhart und Kanzler Frank Kupfer begrüßten den Einbau. Man habe sich im Leitbild zu Nachhaltigkeit verpflichtet und werde von den Mitgliedern der Universität immer wieder an diesen Anspruch erinnert. „Energieeinsparung ist bei Studierenden und Lehrenden ein großes Thema. Wir zeigen hier, dass wir uns um Nachhaltigkeit im universitären Leben bemühen.“

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