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Baustellen und kein Ende: : Die Stadt sperrt Pendler aus

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Südliche Osttangente, Schleswiger Straße, Husumer Straße – Flensburgs Hauptverkehrsachsen sind zeitweise nicht zu befahren.

Augen zu und durch. Am Montag wird eine der wichtigsten Kreuzungen auf der wohl wichtigsten Flensburger Straße praktisch dichtgemacht. Und weil die Bauarbeiten rund um die Kreuzung Osttangente/Eckernförder Landstraße nicht die einzigen sind, drohen dem innerstädtischen Autoverkehr staureiche Zeiten.

Unbestritten. Der Südteil der Umgehungsstraße ist nach 13 Jahren Dauerbetrieb aufgeschlissen. Zwischen Jarplunder Knoten und Eckernförder Landstraße ist die B 199 mehr Folterstrecke als Entlastungsstraße. Jetzt will das Land, in dessen Trägerschaft die Umgehungsstraße ist, diesen Zustand beenden. Ab Montag wird der Süddteil der Tangente einschließlich Fahrbahn und Kreuzung saniert. Der zuständige Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV-SH) hofft, die Arbeiten bis zum Ende der Herbstferien erledigt zu haben. „Derartige Prognosen sind sehr stark wetterabhängig“, sagt Karl-Heinz Roos, Leiter der Flensburger Niederlassung. „Am besten ist trocken und warm. Regen und Asphalt vertragen sich überhaupt nicht gut.“ Sicher ist beim LBV-SH lediglich, dass die sukzessive Sperrung von Spuren und Abfahrten Wirkung zeigen wird. Die offene Frage ist nur: Wo?

Denn gleichzeitig schickt sich das Technische Betriebszentrum an, außerordentliche Fördermittel für die Sanierung der in zwei strengen Wintern extrem mitgenommenen innerstädtischen Straßen zu verbauen. Die Flensburger Baukolonnen starten am kommenden Freitag, auch das TBZ will bis zum Ende der Ferien 17 Straßen saniert haben, manche Berufspendler fragen sich jetzt schon, ob sie dabei wohl auf der Strecke bleiben. Denn das TBZ hat Straßen auf dem Zettel, die für die Vetriebenen der Osttangente wichtige Fluchtwege sind. U. a. sind Vollsperrungen von Teilabschnitten der Schleswiger Straße angekündigt (14. bis 18. Oktober Serpentine bis Munketoft, danach Kreuzungsbereich zur Bleiche), Vollperrungen der Husumer Straße (Tegelbarg bis Schleswiger Straße, 15. bis 17. Oktober) ferner Am Friedenshügel (16. bis 18. Oktober Thomas-Lorck-Weg bis Westerallee) und last not least die Flensburger Straße im Zuge der K 126 zwischen Ochsenweg und Wedinger Weg. Umleitungen sollen ausgeschildert werden, aber wohin das letztendlich führt, wird erst die Praxis zeigen. Das LBV-SH weist vorsorglich darauf hin, bei Reisen nach Flensburg Zeit einzuplanen und im Idealfall die Krisenregion weiträumig zu umfahren.

Das betrifft zunächst einmal die nach Osten führende Trasse der B 199. Die ist ab Montag einschließlich der Kreuzung mit der Eckernförder Landstraße gesperrt. Weiter geht es mit Bauphase 2. Wenn die angelaufen ist, wird der Tangentenverkehr Richtung Westen bereits ab der Kreuzung Munketoft/Sünderup (Abfahrt Universität) abgeriegelt. Phase drei schließlich rundet die zu erwartenden Chaostage mit einer Sperrung der Kreuzung zur Schleswiger Straße/Gewerbegebiet ab. In dieser Phase ist auch die westwärts führende Spur zur B 200 gesperrt.

So richtig glücklich ist keiner damit. „TBZ und Landesbetrieb haben sich intensiv abgesprochen“, sagt Flensburgs Verwaltungssprecher Clemens Teschendorf. Im Rathaus blickt man den kommenden zwei Wochen mit einer leicht bangen Erwartung entgegen – schlussendlich aber sei die Überschneidung kaum zu vermeiden gewesen. „Wir sind da leider nicht Herr des Verfahrens“, gibt Teschendorf zu bedenken. „Wir haben unsere Sanierungsmaßnahmen rechtzeitig zur Förderung angemeldet. Aber wie stets kommen die Bewilliungsbescheide kurz vor Winterbeginn.“

 

 

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erstellt am 05.Okt.2013 | 08:15 Uhr

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