Sörup : Die Schulen immer im Blick

Pläne entwickeln und umsetzen: Matz Matzen (l.), hier mit Architekt Lukas Böller (r.) und Ronald Legant von der Verwaltung, war zehn Jahre Schulverbandsvorsteher.
Pläne entwickeln und umsetzen: Matz Matzen (l.), hier mit Architekt Lukas Böller (r.) und Ronald Legant von der Verwaltung, war zehn Jahre Schulverbandsvorsteher.

Zehn Jahre lang war Matz Matzen Vorsteher des Schulverbands Mittelangeln. Jetzt engagiert es sich als stellvertretender Amtsvorsteher.

shz.de von
07. August 2018, 12:00 Uhr

Mittelangeln | Zehn Jahre hat Matz Matzen aus Sörup dem Schulverband Mittelangeln vorgestanden. Eine gute Zeit für die Bildungslandschaft im nördlichen und mittleren Angeln. Alle sieben Schulen konnten nicht nur erhalten werden, sie sind in den zehn Jahren auch baulich vorangekommen, wurden saniert und ausgebaut. Deutlich sichtbar wird dies am Schulzentrum in Satrup. Man spricht inzwischen schon vom Campus Satrup. Neben neuen Klassen- und Fachräumen bekam das Schulzentrum eine Mensa mit eigener Küche und auch die Sportanlagen wurden in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Dass es nicht gelungen ist, die Containerklassen abzubauen, schmerzt Matz Matzen, aber als Schulverband und damit Träger der Schulen, hat man sich in den vergangenen zehn Jahren immer nach der Dringlichkeit richten müssen. „Wir durften auch die finanzielle Bereitschaft der zehn Trägergemeinden nicht überfordern“, unterstreicht er.


Gemeinden ziehen an einem Strang

Rückblickend empfindet er es schon als kleines Wunder, dass es gelang, die Gemeinden des Amtes Mittelangeln und Hürup in einem Schulverband zusammenzuführen. Die Fusion der Gemeinden Sörup und Satrup scheiterte, Sörup liebäugelte mit einem Beitritt zum Amt Hürup. Ein Vorhaben, das der Landesregierung nicht gefiel. Hans Heinrich Tramsen (Hürup) und Harald Krabbenhöft (Satrup), oft nicht einer Meinung, stimmten jedoch in einem Punkt überein: „Wenn wir überleben und attraktiv bleiben wollen, brauchen wir eine herausragende Bildungslandschaft mit weiterführenden Schulen in der Region.“

In kleinen Arbeitsgruppen wurden die Grundlagen gelegt, Vertrauen geschaffen. Auch wurde versucht, die Flensburger Randgemeinden, deren Schüler zu einem hohen Anteil die Schulen in der Stadt besuchen, mit ins Boot zu holen. In diesen Verhandlungen hat sich Matz Matzen das Vertrauen verdient, dass ihn zum Verbandsvorsteher werden ließ.

Mit der Vision zwei großer Schulen, dem Bernstorff-Gymnasium und der Struensee-Gemeinschaftsschule, vier Grundschulen und dem Förderzentrum ging der Schulverband an den Start.

Vor knapp zehn Jahren begann umfangreiche Bautätigkeit. Der Neubau im Schulzentrum mit Klassenräumen, Gruppen und Differenzierungsräumen sowie einer Mensa war für alle Beteiligten eine Herausforderung. „Hätte ich das gewusst, was da an Arbeit auf mich zukommt, ich hätte mir die Übernahme des Verbandsvorstehers überlegt“, erinnert sich Matzen, der als Geschäftsstellenleiter der VR-Bank Flensburg-Schleswig auch beruflich stark gefordert war.

Stolz ist Matzen, dass es durch die baulichen Maßnahmen gelungen ist, ein qualitativ hohes Bildungsangebot zu ermöglichen. Auch wenn das Schulzentrum ein Schwerpunkt war, hat Matzen immer den Blick auch auf die Grundschulen in Großsolt, Husby, Sörup, Satrup und die Astrid-Lindgren-Förderschule in Sörup gelegt. In alle Schulen wurde investiert.

„Über den Tellerrand schauen, regional tätig sein“, ist Matzens Devise. Daher hat er sich weiter politisch binden lassen und wird nach zweieinhalb Jahren als stellvertretender Vorsteher des Amtes Mittelangeln Amtsvorsteherin Britta Lang ablösen. „Meine Erfahrungen im Schulverband sind eine gute Grundlage, um die Region weiter zu entwickeln, Synergieeffekte zu nutzen und mit den Nachbarämtern zu kooperieren“, sagt Matzen.

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