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Standortprojekt : Die schönste Förde der Welt wird zur Bürgerinitiative

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Standortprojekt startet mit vielen Ideen und neuen Partnern ins zweite Jahr.

Flensburg | Alles begann mit einer kleinen Flensburger Unternehmerrunde um Timo Klass, Hans-August Dethleffsen und Richard Hanisch, die mit Oberbürgermeister Simon Faber ins Gespräch kam. Vier Jahre später ist aus der kleinen Runde eine Art Bürgerinitiative aus der Unternehmerschaft gewachsen – 27 Firmen und Institutionen rund um die „schönste Förde der Welt“ sind dem gleichnamigen Verein mittlerweile beigetreten und haben aus der Initiative ein Standortprojekt mit beträchtlicher Kraft gemacht: „Wir, die wir hier leben und arbeiten, kennen und lieben die (meisten) Qualitäten unserer Heimat“, sagte Unternehmer Hans-August Dethleffsen am Dienstagabend bei der Mitgliederversammlung im Mürwiker Medienhaus und erklärte, worauf die Initiative im Kern zielt: „Außerhalb unserer Region, in Skandinavien und Deutschland südlich der Elbe, weiß man über Flensburg wenig und kaum Positives zu sagen.“ Das Marketingprojekt „Die schönste Förde der Welt“ solle dies ändern, damit die Förderegion im Wettbewerb um ansiedlungswillige Unternehmen, Studierende, um Einkaufstouristen und Feriengäste die Nase vorne hat: „Aus Sicht der hier ansässigen Unternehmen ist es der Wettbewerb um Fachpersonal, um ’high potentials’, bei dem die Attraktivität des Unternehmensstandortes ebenfalls ein wichtiges Kriterium ist“, sagte Dethleffsen.

Die Imagekampagne dazu ist von der Hamburger Agentur „Thjnk“ entwickelt worden, deren Chef Michael Trautmann ein gebürtiger Flensburger ist. Jetzt soll sie im zweiten Schritt eben diejenigen absprechen, denen zu Flensburg noch wenig Positives einfällt.

Dabei zielt die wirtschaftsnahe Bürgerinitiative bewusst auf die gesamte deutsch-dänische Förderegion, weshalb in Mürwik zum Beispiel auch Lone Koch, Verwaltungsdirektorin der Sonderburger Fluggesellschaft „Alsie Express“ am Tisch saß. Von Sonderburg sei man nämlich schnell in Kopenhagen, von wo man statt 50 Ziele wie Hamburg glatt 170 Destinationen erreiche: „Wir brauchen Flensburg, damit wir diesen Flughafen entwickeln können“, sagte Koch, deren Alsie-Express Kopenhagen fünfmal täglich anfliegt.

Und wie die Öresund-Region samt Malmö sich zunehmend als Großraum Kopenhagen vermarkte, müsse Flensburg Motor der Förde-Region sein. Der exklusive 27er-Club indes versteht sich als offen – und will im Kulturbereich wachsen – zum Beispiel mit Dampfer Alexandra, Museumsberg oder Museumshafen. Ideen gibt es ganz viele, nicht nur aus der Werkstatt „Thjnk“, wo der Hashtag #flensburgliebtdich erdacht wurde, dazu wieder zwei neue Firmen im Club und eine neue Internetseite flensburg.de/leben.

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erstellt am 24.Mär.2016 | 11:00 Uhr

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