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Imagekampagne für Flensburg : Die schönste Förde der Welt – ein Kampf gegen das „Aber“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eine langfristig angelegte Imagekampagne aus der heimischen Wirtschaft wird am Dienstagabend vorgestellt, um die Potentiale der Region stärker hervorzuheben.

Flensburg | Ob Geschäftsreisende, Urlauber, Studieninteressierte oder Arbeitsplatzsuchende: Wenn Fremde zum ersten Mal Flensburg besuchen und plötzlich an der Hafenspitze, der Ostseebadbrücke, in Solitüde oder am Strand von Holnis stehen – womöglich noch unter blauem Himmel, gibt es eigentlich immer überraschte Aha-Erlebnisse. „Jeder der, nach Flensburg kommt, möchte hier bleiben“, hat Timo Klass beobachtet: „Doch wenn Flensburger südlich von Hamburg erzählen, wo sie wohnen, kommt immer ein ,aber’.“ Und dieses „Aber“ wolle man aus den Köpfen bekommen, sagt der Marketingfachmann und Geschäftsführer der Flensburger Werbeagentur „Hochzwei“.

Klass gehört zu einer Gruppe von überwiegend jüngeren Unternehmern, die sich zunächst locker in der Kneipe trafen – und irgendwann entschieden, dass sie gegen dieses „Aber“ etwas tun wollen. Seit mittlerweile rund drei Jahren kommt die Runde nun zusammen, ein knappes Dutzend Köpfe aus der regionalen Wirtschaft – und zur Runde der jüngeren sind auch paar erfahrene Flensburger Kaufleute gestoßen. Inzwischen haben sie den Verein „Die schönste Förde der Welt e.V.“ gegründet – ein Name, dem bestimmt kein Flensburger widersprechen würde. Aus dem Titel strotzt aber auch ein Selbstbewusstsein, das vielen Menschen rund um die Förde bislang eher fremd ist.

Zu Klass’ Mitstreitern gehört zum Beispiel der Flensburger Kaufmann Hans-August Dethleffsen. Nach einem Vortrag von Oberbürgermeister Simon Faber vor dem Arbeitgeberverband bot Dethleffsen, frisch im Ruhestand, dem OB seine Unterstützung an. So stieß er zur Unternehmerrunde, in der Sigrid Giemsa als Wirtschaftskoordinatorin des Rathauses die Verbindung zur Verwaltung darstellt. „Die Initiative sollte von innen heraus aus der Flensburger Wirtschaft wachsen“, erklärt Giemsa.

Klass, Dethleffsen und Giemsa machen deutlich, dass es bestimmt nicht darum gehe, den zig Verbänden, Wirtschafts-IGs und -AGs um eine weitere zu bereichern. „Wir wollen nicht der 48. Wirtschaftsclub sein, sondern eine Klammer zur Verfügung stellen“, sagt Klass. Sie soll Touristikern ebenso beim Vermarkten der Region helfen wie den Hochschulen beim Marketing für den Campus oder den Unternehmen, in Zukunft die immer rarer werdenden Fach- und Führungskräfte an die Flensburger Förde zu holen. In Zeiten von Personalknappheit spielt Lebensqualität eine immer größere Rolle.

So ist in Zusammenarbeit mit einer namhaften nationalen Top-Agentur eine mehrstufige Imagekampagne entstanden, die langfristig und nachhaltig angelegt ist. Mehr wollen die Initiatoren nicht verraten. Jedenfalls nicht bis morgen Abend. Dann wollen sie die groß angelegte Kampagne vor Unternehmern der Förderegion vorstellen: „Wenn wir die Flensburger nicht dazu bringen, dass sie auf ihre Stadt stolz sind, dann ist das nichts wert“, macht Hans-August Dethleffsen deutlich. Wichtig ist ihm auch, auf den grenzüberschreitenden Charakter der Initiative hinzuweisen: „Auch für die dänische Seite ist Flensburg die nächstgelegene Metropole.“ Aus der Grenzlage könne man gewiss mehr machen, ist er sicher.

Das glaubt auch OB Simon Faber, der mit zur morgigen Vorstellung geladen hat: „Erst der zweite Blick zeigt, wie viel verborgene Qualitäten in unserer Stadt stecken: Erfolgreiche Unternehmen, Talentschmieden, Alleinstellungsmerkmale. Dies noch sichtbarer zu machen ist das gemeinsame Anliegen vieler wichtiger Flensburger Akteure.“ Mit der Kampagne werde klar, dass Flensburg stolz auf sich sein darf.

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erstellt am 23.Feb.2015 | 11:00 Uhr

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