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Science-Center : Die Phänomenta darf weiter wachsen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Land übergibt den Förderbescheid über 75 000 Euro. Das Science-Center soll im Gegenzug bei der Wissenschaftskommunikation helfen.

Flensburg | Es war bereits das vierte Arbeitstreffen der Phänomenta mit dem Wissenschaftsministerium – und Rolf Fischer hatte 75000 Euro im Gepäck. Damit löste der Staatssekretär gestern jenes Versprechen ein, dass Ministerpräsident Torsten Albig im September beim 20. Geburtstag des Experimentiermuseums gegeben hatte: „Mit der Kofinanzierung in gleicher Höhe können Sie Ihre Arbeit fortsetzen und intensivieren“, erklärte Fischer gestern beim Besuch von Phänomenta-Vorstand Michael Kiupel und Geschäftsführer Achim Englert.

Mit der Arbeit von Schleswig-Holsteins einzigem Science-Center hofft das Land nicht nur, mehr junge Leute für Mathematik und Naturwissenschaften zu begeistern. Die Experten in der Wissenschaftsvermittlung um Achim Englert sollen dem Land helfen, ihre Leuchttürme in der Forschung überregional besser sichtbar zu machen: „Wissenschaftskommunikation wird für uns ein Schwerpunkt werden“, verriet Staatssekretär Fischer. Und die Phänomenta habe hier eine hohe Kompetenz. Als Mitglied des Programm-Komitees Forum Wissenschaftskommunikation habe Englert mit seinem Team als einzige Institution im Lande damit jahrelange Erfahrung. Fischer: „Es geht auch darum, den Wissenschaftsstandort Flensburg zu stärken.“

Nach Angaben Englerts kommt die Phänomenta ohne öffentliche Zuschüsse im laufenden Betrieb aus. Extra-Projekte wie die Mint-Jahreskarte für viele Flensburger Schulklassen werden über Sponsoren finanziert. Die Besucherzahl im vergangenen Jahr sei mit 66  000 glatt um zehn Prozent gestiegen – obwohl die Eintrittspreise im Vergleich mit klassischen Museen deutlich höher sind.

Mit neuen Veranstaltungsformaten will die Phänomenta weiter neue Gäste und Besuchergruppen gewinnen. Englert und seine Pressesprecherin Catrin Anrich nennen die Taschenlampenrallye, den Switzerball im vergangenen Jahr oder die Effekthascherei. Am 27. Mai eröffne man gemeinsam mit dem Mathematicum und dem Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften eine virtuelle Wasserausstellung – samt Fortbildung für Lehrer: „Es geht zwar um virtuelles Wasser, es wird aber auch echtes Wasser geben“, verspricht Anrich.“

Nicht zu vergessen der Science-Slam: Das unterhaltsame und pointierte Vorstellen von Forschungsgebieten durch die Wissenschaftler selbst hatte bei der Premiere bereits rund 200 Neugierige in die Norderstraße gelockt. Nach dem Auftakterfolg soll es allein in diesem Jahr zwei Neuauflagen geben.

Mit den insgesamt 150  000 Euro von Stadt und Land will die Phänomenta das Haus weiterentwickeln. Zu den wichtigen Zielgruppen zählen immer stärker auch die Gäste nördlich der Grenze – alle fast 200 Exponate sind deutsch und dänisch beschrieben.

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erstellt am 20.Mär.2016 | 09:00 Uhr

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