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Flensburger Tageblatt

21. Oktober 2017 | 12:31 Uhr

Die Nospa spart einen Bindestrich ein

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

von
erstellt am 12.Dez.2013 | 14:51 Uhr

Die Nord-Ostsee-Sparkasse ändert ihren Namen. Vor den kommunalen Mitgliedern des Zweckverbandes erläuterte der Vorstandsvorsitzende Thomas Menke, dass es dabei um eine Anpassung der Gepflogenheiten in der Sparkassen-Familie handelt. Deshalb soll das Geldinstitut künftig Nord-Ostsee Sparkasse heißen. Zur Verdeutlichung: Der Bindestrich zwischen Ostsee und Sparkasse, der bisher noch auf einigen Briefbögen vorhanden war, wird eingespart. Und auch die Welle zwischen Nord und Ostsee gehört bald der Vergangenheit an.

Das eigentliche Thema der Versammlung in Schleswig war jedoch die notwendige Erhöhung des Eigenkapitals. Die EU schreibt eine deutlich stärkere Absicherung von so genannten Risikoaktiva vor. Grund dafür sind die Erfahrungen aus der Finanzkrise – es soll sichergestellt werden, dass die Geldinstitute nicht in substanzielle Schwierigkeiten geraten, wenn beispielsweise Kreditgeschäfte platzen. Die Sparkasse muss mehr Eigenkapital als bisher zur Absicherung bereithalten – und an das Geld werden erheblich strengere Anforderungen gestellt.

„Wie kommt das Kapital rein?“, lautete die rhetorische Frage von Thomas Menke, der die Antwort unter das Motto „Fremdkapital wird hartes Kernkapital“ stellte. Es geht um Geld, das bereits im Hause vorhanden ist – vor allem stille Einlagen. Die aber müssen in hartes Kernkapital umgewandelt werden, um vor den Augen der Brüsseler Entscheider Anerkennung zu finden. Im Fall der Nord-Ostsee Sparkasse handelt es sich um 23 Millionen Euro Stützungsmittel, die durch die Fusion mit der Sparkasse Bredstedt als stille Einlage eingebracht wurden. Der Zweckverband stimmte einer entsprechenden Satzungsänderung zu. In Kernkapital umgewandelt werden sollen darüber hinaus 86 Millionen Euro, die als Stützungsmittel des Sparkassen- und Giroverbandes direkt in die Nord-Ostsee Sparkasse geflossen sind. Auch dieser Umwandlung stimmte der Zweckverband zu – allerdings unter dem Vorbehalt, dass die Gespräche mit dem Verband positiv verlaufen und zudem gewährleistet ist, dass keine Steuern anfallen. Das gilt auch für weitere 20 Millionen Euro, die von Landesverband treuhänderisch verwaltet werden, jedoch vom Bundesverband stammen, der noch zustimmen muss. Diese Maßnahmen sind nach Worten von Thomas Menke für das nächste halbe Jahr vorgesehen.

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse betonte, dass sich an den Stimmrechten der Gesellschafter nichts ändern werde.

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