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Flensburger Tageblatt

23. Oktober 2017 | 15:36 Uhr

Die Neustadt wird neu erfunden

vom

Große Teile der Quartiers nördlich des Nordertors werden überplant und vollkommen umgestaltet - dabei entstehen viele neue Wohnungen

shz.de von
erstellt am 06.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Flensburg | Eigentlich ist die Gartenstraße ganz idyllisch. Es ist ruhig, es ist grün. Eine junge Frau nebst Hund sitzt in einem offenen Fenster, in der Küche wird gebrutzelt. An diesem schönen Sommertag kommt man nicht auf die Idee, dass die Gartenstraße der Flensburger Inbegriff für das Gegenteil einer guten Wohnlage ist - abgesehen davon, dass es hier kaum Wohnungen gibt. Doch das wird sich jetzt bald ändern. Die Gartenstraße soll erheblich aufgewertet werden, und den Anfang macht - wenn nichts mehr dazwischen kommt - das Bauprojekt Skolegården (Nr. 1 in der Karte S. 14).

Stolze 130 Wohneinheiten sollen hier im spitzen Winkel zwischen Duburger Straße und Gartenstraße über einer Tiefgarage im Hang gebaut werden, wie Markus Pahl, Flensburger Gesellschaft für Stadterneuerung, und Stadtplanerin Claudia Takla Zehrfeld erläutern. Das vorhandene Gebäude im Winkel wird abgerissen, hier entstehen Neubauten. Später werden dann die Schulgebäude an der Duburger Straße saniert und umgebaut. Die ursprüngliche Hotel-Idee wurde beerdigt. Von dem Wohnbau-Projekt erhofft man sich die Wirkung eines Startsignals für weitere Investitionen an der kleinen Straße im Rücken der Neustadt. Der Stadt wird die Aufgabe zufallen, das berühmt-berüchtige Schlagloch-Asphalt-Kopfstein-Pflaster zu beseitigen.

Doch die Gartenstraße ist nur ein Baustein in einem ganzen Portfolio an Projekten zur Verbesserung der Infrastruktur und des Erscheinungsbildes des Stadtteils nördlich des Nordertors. In dessen Zentrum liegen die Walzenmühle und ihr Umfeld (2). Hier soll noch in diesem Jahr ein städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt werden. Er umfasst das gegenüberliegende Gelände des Edeka-Supermarkts, der in das neue Einkaufszentrum an der Werftstraße zieht. Doch auch Lidl ist Teil des Wettbewerbs; der Discounter wird in den frei werdenden Edeka-Markt ziehen und nach der Neubebauung auf seinem Grundstück wieder zurück rochieren. Ebenfalls einbezogen wird das Areal des Netto-Marktes neben der Walzenmühle.

7,1 Hektar ist das Areal im Schwarzenbachtal (3) groß, das in den kommenden Jahren ein vollkommen neues Gesicht erhalten wird. Hier ist, so Pahl, "ein zweistufiges, zweiphasiges Wettbewerbsverfahren" vorgesehen. Es beginnt im Süden auf dem Warnke-Gewerbehof (Zufahrt über den Junkerhohlweg) und endet auf den Flächen des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums an der Meiereistraße. Nach heutigem Stand wird die frühere Standortverwaltung im Jahr 2017 von der Bundeswehr aufgegeben. 400 bis 500 Wohneinheiten seien hier möglich, schätzt Markus Pahl. Das Areal reicht bis an das frühere Storno-/Motorola-Grundstück an der Eckener-Straße heran; hier residiert jetzt das JAW.

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