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Flensburger Hochschulen : Die neue Verschachtelung des Campus

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ob Hochschule oder Europa-Uni – wohin das Auge auf dem Campus blickt, entstehen neue Studiencontainer.

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2017 | 16:02 Uhr

Nach der Europa-Uni nun also auch die Hochschule: Gestern Vormittag konnten sich die Mitarbeiter der Hochschule Flensburg bei einem Rundgang durch Container 13 auf dem Parkplatz vor dem D-Gebäude davon überzeugen, dass Studium und Forschung auch in zweckmäßigen Flachbauten komfortabel möglich sein kann. Noch im Mai will die Hochschule (HS) hier – rund ein halbes Jahr nach der Uni – ihren ersten Container beziehen. Zunächst soll hier das Qualitätsmanagement und die Mitarbeiter des Qualitätspakts Lehre untergebracht gebracht werden, die später dann in die „Verlängerung Maritimes Zentrum“ schräg gegenüber der Flens-Arena weiterziehen. Außerdem sollen hier Labore wie das „FabLab“ sowie ein „Kreativlabor – 3-D-Druck“ entstehen. An fünf Standorten – hinter dem B-Gebäude, an der Thomas-Fincke-Straße, Parkplatz D-Gebäude, Parkplatz neben Campelle, Verlängerung Maritimes Zentrum – entstehen allein für die frühere Fachhochschule neun Module mit jeweils 26 Containern. Die Grundfläche eines Containers beträgt knapp 15 Quadratmeter. Insgesamt wird es zwölf Seminarräume für jeweils 30 Personen an den verschiedenen HS-Standorten geben.

Nach Container 13 war dem ursprünglichen Zeitplan zufolge alle zehn Wochen die Fertigstellung eines weiteren Moduls geplant. Nach Informationen unserer Zeitung wird dieser Zeitplan aber kaum zu halten sein, weil andernorts Landescontainer mit höherer Priorität aufgestellt werden sollen. „Die Hochschule hat mit den derzeitig georderten Containeranlagen den größten Bedarf gedeckt“, sagt Kanzlerin Sabine Christiansen. Das werde für räumliche Entlastung in der Hochschule sorgen und wieder Raum für gute Lehre und gute Arbeitsbedingungen schaffen: „Insbesondere die Studienarbeitsräume werden den Studierenden Lern- und Projekträume bieten, die bisher an der Hochschule kaum zur Verfügung gestellt werden konnten.“ Für weitere Containeranlagen stehe nur noch wenig Baufläche zur Verfügung, die für den Ausbau der Hochschule verfügbar bleiben soll. Zudem seien auch die zu erwartenden Bewirtschaftungskosten der Container nicht unerheblich. Im Klartext: Darüber hinaus bestehe derzeit kein weiterer Bedarf.

Die weiteren HS-Container: „Hinter dem B-Gebäude“ an der alten Johannisallee sollen Asta und Fachschaften einziehen. Den Container „Thomas-Fincke-Straße“ wird ein Teil der Hochschulverwaltung, insbesondere die Abteilung Gebäudemanagement beziehen. Auf dem „Parkplatz neben Campelle“ entstehen Studienarbeitsräume, Büro- und Seminarräume für die Fachbereiche Information & Kommunikation sowie Fachbereich Wirtschaft – und südlich des Maritimen Zentrums sind die Fachschule für Seefahrt sowie Qualitätsmanagement und Qualitätspakt Lehre vorgesehen.

An der Europa-Uni sollen nach der Eröffnung von zwei Modulen auf dem Parkplatz des Hauptgebäudes im Dezember die ersten drei weiteren Container Mitte Juni in Betrieb gehen. Es handelt sich um Container des Komplexes „Riga“ nahe dem Uni-Erweiterungsgebäude „Helsinki“.

Insgesamt wird hier aktuell an vier weiteren Containereinheiten zu je 400 Quadratmetern geschraubt und montiert, allerdings wenig in deutscher Sprache: Zwischen dem Gebäude Oslo und der Hochschulbibliothek, wo die Angebote für Hochschulangehörige mit Familien untergebracht werden soll. Die drei Module im Riga-Komplex indes sollen die Studiengänge und Forschungsteams der Energie- und Umweltmanagement (EUM) nutzen.

Damit nicht genug: Uni-Kanzler Frank Kupfer hat vier weitere Container bestellt: einen für das Fremdsprachenzentrum und den Flüchtlings-Koordinator beim Komplex Riga, zwei für EUM etwas entfernt von Riga Richtung Sportzentrum und einen vor dem Sportzentrum fürs Sportinstitut. „Sie werden frühestens im Herbst kommen“, sagt Uni-Sprecherin Kathrin Fischer.

Was die fortschreitende Containerisierung mit dem Campus selbst macht? Vielleicht ist das einmal eine soziologisch ausgerichtete Forschungsarbeit wert – zum Beispiel am Lehrstuhl für Transformationsdesign.

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