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Kultur in Flensburg : Die Neue fürs Schifffahrtsmuseum

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Susanne Grigull beerbt Thomas Overdick im Haus an der Schiffbrücke - vorerst gibt es kein zusätzliches Personal.

Eigentlich könnte Susanne Grigull schon ihr 25-jähriges Jubiläum im Schifffahrtsmuseum feiern. 1992 wurde sie erstmals für das damals noch junge Haus tätig, direkt nach dem Studium der Volkskunde, Kunstgeschichte und Pädagogik. Ein viertel Jahrhundert später wird sie Leiterin des Museums, beerbt ihren Vorgänger Thomas Overdick, der im Januar überraschend seinen Wechsel nach Hamburg verkündet hatte und dessen Verabschiedung vor gut zwei Wochen mit kritischen Nebengeräuschen über die Bühne ging.

Mit der Entscheidung für Susanne Grigull hat die Stadt den Weg der Kontinuität gewählt. Seit 2011 hatte die 54-Jährige die Stelle einer Museumspädagogin inne, de facto war sie aber Stellvertreterin des Leiters und in erheblichem Maße für die inhaltliche Ausrichtung des Museums mit verantwortlich. Zusammen mit Overdick hat sie vor wenigen Jahren die Erweiterung und komplette Neuausrichtung des Schifffahrtsmuseums bewerkstelligt. „Wir sind uns alle einig, dass Frau Grigull die perfekte Besetzung für die Stelle ist“, sagte Michael Fuhr, der als Direktor des Museumsbergs Fachvorgesetzter „der Neuen“ ist.

Mit Overdicks Wechsel bleiben im Haus an der Schiffbrücke noch zwei Personen für die inhaltliche Arbeit: die Leiterin und Hausmeister Frank Madsen. Verwaltungsarbeiten werden zum Teil vom Personal auf dem Museumsberg erledigt. Grigulls Stelle soll schnellstmöglich ausgeschrieben werden, bekräftigte Wolfgang Sappert, Fachbereichsleiter Kultur. Anders als die Leitungsstelle, die stadtintern angeboten wurde, werde man die frei gewordene Stelle öffentlich ausschreiben. Entsprechend lange wird die Besetzung dauern, während die interne Besetzung sehr schnell vonstatten ging.

Apropos Personal: Der ausgebliebene und von Overdick eingeforderte Zuwachs nach der Erweiterung des Museums bleibt Thema. Man werde jetzt ganz schnell die 2016 gestoppte Zertifizierung der drei Museen wieder in Gang bringen, versprach Oberbürgermeisterin Simone Lange. Wenn sich dabei ergeben sollte, dass man die Konzepte für die Zukunft nur mit mehr Personal umsetzen könne, werde man darüber reden, politisch diskutieren und nach der Finanzierbarkeit fragen. Die Zertifizierung sei aber auch für die Außenwirkung der Museen von großer Bedeutung; zudem helfe der externe Blick auch gegen auftretende „Betriebsblindheit“, wie Fuhr betonte, der die Zertifizierung ebenfalls für wichtig hält.

In diesem Jahr werde die Ausstellung zum kolonialen Erbe im Mittelpunkt stehen, sagte Susanne Grigull. Für die Zukunft könne sie sich unter anderem eine Ausstellung zur Kulturgeschichte des Schwimmens vorstellen.

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erstellt am 07.Apr.2017 | 06:10 Uhr

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