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Festnahmen, illegale Einwanderer und Drogen : Die Nacht der Kontrollen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Großaufgebot: Bei Verkehrskontrollen in den Kreisen Schleswig-Flensburg und Nordfriesland hatten die Polizeibeamten alle Hände voll zu tun.

Schleswig/Flensburg/Kappeln/Husum | „Allgemeine Verkehrskontrolle, Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte“ – diesen oder ähnliche Aufforderungen mussten in der Nacht zum Samstag mehrere hundert Fahrzeugführer an zahlreichen Kontrollstellen in den Kreisen Schleswig-Flensburg und Nordfriesland Folge leisten. Neben mehreren mobilen Kontrollpunkten richtete die Polizei auch stationäre Kontrollstellen ein, um einen Großteil des durchreisenden Verkehrs überprüfen zu können. 80 Beamte von Landespolizei, Bundespolizei und Zoll sowie 15 Helfer waren im Einsatz.

Die größte Kontrollstelle richteten die Einsatzkräfte an der Autobahn 7 auf dem Parkplatz Jalm zwischen Schleswig und Tarp ein. Hier wurde der gesamte Fahrzeugverkehr von der Autobahn auf den Parkplatz abgeleitet. Mit geschultem Auge winkten die Beamten dann gezielt verdächtige Fahrzeuge heraus – bis Mitternacht rund 150 Autos und Kleintransporter – und das mit Erfolg. Wie Einsatzleiter Erich Bülow berichtet, wurde zunächst ein Autofahrer gestoppt, der unter Drogeneinfluss fuhr. Insgesamt sicherten die Beamten 13 Blutproben, einige Führerscheine und untersagten jeweils die Weiterfahrt. Kurz darauf kontrollierten die Beamten einen polnischen Kleintransporter, der nach Dänemark unterwegs war. Hier war einer Mitfahrer im Fahndungscomputer bekannt: Er hatte nach einer Verurteilung seine Haftstrafe nicht angetreten. Noch auf dem Autobahnparkplatz wurden ihm die Handschellen angelegt.

Bei zahlreichen Autos wurden nicht nur die Fahrer kontrolliert, sondern auch deren Gepäck. Dabei kam eine mobile Röntgenanlage zum Einsatz, mit der Koffer, Taschen und Kartons durchleuchtet wurden.

Kurz nach Mitternacht dann ein weiterer Treffer. Die Beamten lotsten einen Kleinbus mit neun Insassen in die Kontrolle. Schnell stellte sich heraus, dass es sich bis auf den Fahrer allesamt um illegale Einwanderer handelt, die nach Schweden geschleust werden sollten. Die acht Erwachsenen und ein Kind stammen vermutlich aus Palästina und sind staatenlos.

An einer Kontrollstelle in Kappeln wurde zudem ein Autofahrer gestoppt, der unter Alkoholeinfluss gefahren war.

Gleich fünf Mal kam alleine bis Mitternacht Drogensuchhund „Chicco“ zum Einsatz, um verdächtige Autos und Gepäckstücke „abzuschnüffeln“.

Fast ausnahmslos zeigten sich die Autofahrer kooperativ und zeigten Verständnis für die Großkontrollen.

Noch bis sechs Uhr am Morgen waren die Beamten im Einsatz. „Wir wollen mit dieser Aktion vornehmlich die Fahrtüchtigkeit der Reisenden kontrollieren, um Unfälle zu verhindern“, so Einsatzleiter Bülow.

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erstellt am 10.Mai.2014 | 12:45 Uhr

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