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Flensburger Tageblatt

13. Dezember 2017 | 20:33 Uhr

Die Musik spielt in Tondern

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Festival hat begonnen / Neues Konzept wirkt schon beim Vorverkauf / 900 Luftballons zur Begrüßung der Fans

von
erstellt am 27.Aug.2015 | 19:10 Uhr

Mit etwa 900 Ballons in verschiedenen Blautönen und Applaus durch die Mitarbeiter wurden gestern die Besucher des Tondern-Festivals um Punkt 12 Uhr an den drei Eingängen zum Festivalplatz begrüßt. Viele zog es gleich zum neugestalteten Open-Air-Bereich. Zum Start spielten die Musiker der kanadischen Gruppe Ten Strings And A Goat Skin.

„Wir sind einfach so gespannt und froh, dass es jetzt los geht. Darauf haben wir fast ein ganzes Jahr hingearbeitet“, sagte die administrative Leiterin des Festivals, Kirstine Uhrbrand, als sie gestern mit der künstlerischen Chefin Maria Theessink auf der Schwelle zu dem ersten Festival in ihrer gemeinsamen Regie stand. Während des vergangenen Monats hatten sie ihr Büro auf dem Festivalplatz und konnten den Aufbau hautnah verfolgen. „Ich bin sehr gespannt, wie das Publikum die vielen neuen Vorstöße auf dem Platz aufnehmen wird“, so Uhrbrand. Obgleich immer auf Draht, wird sie den Rat von Lars Nauheimer, Vorstandsmitglied im Festivalfonds, beherzigen, und sich Zeit nehmen, die Musik zu genießen. Und dann gehört sie auch selbst zu den aktiven Musikern und wird sich in der Nacht auf Sonnabend beim Fanø-Ball ans Klavier setzen. „Das bringt in der Regel unheimlich Spaß, und es ist toll zu sehen, wie die Leute sich mitreißen lassen“, so Kirstine Uhrbrand, gestern Vormittag, während im Hintergrund im Zelt 1 der Soundcheck lief.

Mit einem großen Lob an das neue Führungsteam, Maria Theessink und Kirstine Uhrbrand, die einen fantastischen Einsatz geleistet hätten, eröffnete der stellvertretende Vorsitzende des Festivalfonds, Poul-Henrik Jensen, die gestrige Pressekonferenz. Als Experiment, das schnell in die Wege geleitet wurde, sich aber dennoch als Erfolg entpuppt hätte, bezeichnete er die Initiative 4+4, die noch mehr Potenzial bergen würde.

Bislang wurden 6000 Vier-Tages-Armbänder und 1600 Tages-Armbänder verkauft. „Das sind weniger als 2014, aber das war uns schon klar, da es sich um die Jubiläumsausgabe handelte. Der bisherige Verkauf fällt jedoch höher als 2013 aus und entspricht unseren Erwartungen“, erklärt das für die Finanzen zuständige Vorstandsmitglied, Anker Hinzte. Es gibt somit noch Partout-Armbänder und auch Tickets für die einzelnen Festivaltage.

„Das Medieninteresse ist mit etwa 250 so groß wie nie zuvor“, berichtete Theessink. Sie ließ gestern mit sechs Bands bereits einige Namen für 2016 aus dem Sack. Der Ticket-Verkauf zum Sonderpreis geht am 1. September los.

„Ich bin eigentlich eine Zugelaufene“, sagt Bodil Nielsen mit einem Lachen. Die Frau aus Roskilde steht an der Spitze der Gruppe, die für Atmosphäre auf dem Festivalplatz sorgt. Sie stieß 2012 zum Tønder Festival, als es um die Ausarbeitung des neuen Konzeptes ging. Sie ist nach wie vor beim Roskilde Festival tätig. „Die Stichwörter sind Design, Kunst und Aktivitäten. Die Neuerungen müssen sowohl von den Mitarbeitern als auch dem Publikum akzeptiert werden“, erläutert die 71-Jährige. Mittlerweile ist ein neuer dreijähriger Prozess in Angriff genommen, und nun geht es um Sitzgelegenheiten. In diesem Zusammenhang hat man sich mit jungen Architekten verbündet. Aus Eichenschwellen wurden Module geschaffen, die sich wie Legobausteine auf verschiedene Art zusammenbauen und auseinander nehmen lassen.

„Es ist mein Eindruck, dass sowohl die Stadt wie auch die Mitarbeiter mit Erwartung darauf blicken, was wir nun ausgeheckt haben. Vielleicht schütteln sie wegen unserer Einfälle auch den Kopf, aber das macht nichts. Wir dürfen gerne ein bisschen provozieren“, so Bodil Nielsen, die Unterstützung von vier lokalen Bürgern hat.

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