Spatenstich in Fruerlund : Die Mürwiker GmbH beginnt mit Bau des neuen Wohnheims im Treeneweg

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Beim ersten Spatenstich: Güde Kaehller (Bewohnerbeirat), Ulf Wehling (Bewohner), Günter Fenner und Maria-Theresia Schlütter.

Beim ersten Spatenstich: Güde Kaehller (Bewohnerbeirat), Ulf Wehling (Bewohner), Günter Fenner und Maria-Theresia Schlütter.

Bei dem Neubau handelt es sich um einen Gebäudekomplex mit 35 Einzelzimmern sowie Gemeinschafts-, Pflege und Therapie-Räumen.

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26. November 2018, 20:16 Uhr

Flensburg-Fruerlund | Acht Jahre hat es gedauert, bis der erste Entwurf eines neuen Wohnheims für Menschen mit Behinderung in die Realität umgesetzt werden konnte. Am Montag war es endlich soweit und so luden Günter Fenner, Geschäftsführer Die Mürwiker, und Maria-Theresia Schlütter, Dezernentin für Jugend, Soziales, Gesundheit und Zentrale Dienste, zum Spatenstich in den Treeneweg 10b ein.

Der Bedarf für ein neues Wohnheim mit ambulanter Pflege wurde bereits 2010 anhand einer langen Warteliste ermittelt, doch die Suche nach einem passenden Grundstück gestaltete sich schwierig. Schließlich handelte es sich bei dem Neubau um einen modernen Gebäudekomplex mit 35 Einzelzimmern sowie Gemeinschafts-, Pflege und Therapie-Räumen, der aufgrund seiner nötigen Barrierefreiheit viel Platz braucht. Gefunden wurde dann – „Am Ende eines langen Weges”, wie Maria-Theresia Schlütter berichtete – ein Grundstück vis-a-vis der Mürwiker Werkstätten im Treeneweg, das der SBV und die Stadt Flensburg zum größten Teil an Die Mürwiker veräußern konnten. Auf rund 3500 Quadratmetern soll bis zum Frühjahr 2020 ein modernes, zweigeschossiges Gebäude für stationäres Wohnen entstehen, das überwiegend für die Beschäftigten der Mürwiker Werkstätten konzipiert wurde. „Was hier entsteht, bietet unseren geistig und teils auch körperlich eingeschränkten Bewohnern so viel Selbstständigkeit wie möglich”, betonte Fenner.

Dafür musste zwar die grüne Wiese inmitten des Wohngebietes weichen, doch „der etablierte Spielplatz, der für die jüngsten Bewohner aus der Nachbarschaft unentbehrlich ist, bleibt natürlich erhalten”, versicherte er, denn der zweischenklige Gebäudekomplex wird sich zum Spielplatz hin öffnen. Der Geschäftsführer freute sich besonders über die Tatsache, dass „hier im Treeneweg das älteste und das jüngste Wohnheim der Mürwiker einträchtig nebeneinander stehen werden”.

Die 24 Bewohner des jetzigen Wohnheims aus dem Jahre 1980 werden nach Fertigstellung des Neubaus umziehen und mit elf weiteren Bewohnern, die es noch zu ermitteln gilt, Leben in das rund 8,5 Millionen teure Haus bringen. „Das alte Gebäude werden wir dann renovieren, bevor auch hier wieder neue Bewohner einziehen können”, so Fenner weiter. „Unsere Bewohner sind älter geworden und mit den Jahren haben sich auch ihre Bedürfnisse in Sachen Pflege geändert, denen wir im neuen Haus gerecht werden können”. Für die Nachbarschaft stellt die Bauphase eine harte Bewährungsprobe dar, denn der Bauverkehr wird über den schmalen Gammeldamm rollen müssen.

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