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Flensburger Tageblatt

22. November 2017 | 10:29 Uhr

Eggebek : „Die Maulwürfe haben gewonnen“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Um der Plage auf dem Sportplatz Herr zu werden, stellt Eggebek 15 000 Euro bereit.

Eggebek | „Die Maulwürfe graben immer wieder neue Gänge auf dem Spielfeld, wodurch Stolperfallen entstehen, die mit erheblicher Verletzungsgefahr verbunden sind“, stellte Guido Dahm, stellvertretender Vorsitzender des TSV Eintracht Eggebek auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung in der Diskussion über den Zustand des Sportplatzes bei der Schule fest. „Wir haben bereits über 23 Tonnen Mutterboden auf der Spielfläche verteilt, um wieder eine ebene Fläche zu erhalten, aber immer neue Gänge machen die bisherige Arbeit zunichte“, schilderte Dahm den aussichtslosen Kampf mit den unter Schutz stehenden Tieren. Sein Fazit: „Die Maulwürfe haben den Kampf gewonnen.“

Nach Auskunft von Fachfirmen sei der Bau einer Maulwurf-Sperre und eine Grundsanierung der Rasenoberflächen erforderlich. Bei der Maulwurf-Sperre wird eine zirka 60 Zentimeter breite und stabile Kunststofffolie um den gesamten Platz eingegraben. Die Kosten für die Sanierung werden auf rund 18  000 Euro veranschlagt. Der Sportverein bot der Gemeinde an, die Arbeit zu begleiten und Eigenleistungen einzubringen. Den wesentlichen Kostenanteil von rund 15  000 Euro muss jedoch die Gemeinde tragen. Da der Platz für den Spielbetrieb und vor allen Dingen auch für den Trainingsbetrieb der Nachwuchsmannschaften benötigt wird, sagte die Gemeinde Übernahme der Kosten zu. Die Arbeiten sollen durch eine Fachfirma in der Sommerpause ausgeführt werden, so dass die sanierte Rasenfläche im Herbst regenerieren und der Platz nach der Winterpause wieder vollständig genutzt werden kann. Sollten die Maulwürfe danach den Kampf erneut wieder aufnehmen, besteht laut Dahm die Möglichkeit, die geschützten Tiere in Lebendfallen einzufangen und andernorts wieder auszusetzen. Dies sei mit den Fachbehörden abgeklärt.

Bedingt durch die nach wie vor große Nachfrage nach Baugrundstücken wird die Gemeinde weitere Wohnbauflächen ausweisen. Bürgermeister Willy Toft berichtete von einem Abstimmungsgespräch mit der Landesplanung, in dem Zustimmung signalisiert zur Ausweisung von zwei Wohnbaugebieten beidseits des Stapelholmer Weges am Ortsausgang nach Tarp worden sei. Beide Flächen können in einem Nachtrag zum Flächennutzungsplan für den Wohnungsbau ausgewiesen werden. Parallel zu diesem Verfahren kann zeitgleich ein Bebauungsplan für die Fläche westlich des Stapelholmer Weges an der neuen Rettungswache ausgewiesen werden. Diese knapp drei Hektar große Fläche bietet Platz für zirka 30 Wohneinheiten. Das Planungsverfahren wird mindestens ein Jahr dauern. Die Erschließung wäre dann frühestens im zweiten Halbjahr 2018 möglich, die Bebauung frühestens im Frühjahr 2019.

Im Baugebiet Buchenring, das im Frühjahr dieses Jahres erschlossen wurde, stehen lediglich noch zwei Grundstücke zum Verkauf. Um auch im nächsten Jahr Wohnbauinteressenten in Eggebek Baumöglichkeiten zu bieten, konnte die Gemeinde eine rund 4000 Quadratmeter große Fläche an der Sandkuhle erwerben. Für diese Fläche wird der Bebauungsplan Nr. 4 „Dammblöcke“ durch ein Nachtragsverfahren kurzfristig erweitert. Dieses Planungsverfahren ist voraussichtlich noch in diesem Jahr zum Abschluss zu bringen, so dass mit geringem Erschließungsaufwand zum Frühsommer 2018 dort vier bis sechs Grundstücke angeboten werden können.

Über eine rege Bürgerbeteiligung berichtete Sibylla Nitsch aus der jüngsten Sitzung des Sport-, Kultur- und Tourismusausschusses, der sich mit den Bürgern über Verschönerungsmaßnahmen im Dorf ausgetauscht hat. Kernpunkt war dabei die Modernisierung der Infotafeln im Ort, insbesondere auf dem Treeneplatz mit dem Storchennest. Durch Installation einer Webcam am Storchenmast könne „das Leben im Nest“ erlebbar und ins Netz gestellt werden und auf einem auf dem Platz zu installierenden Monitor gezeigt werden. Damit würde dieser Platz eine weitere Aufwertung erfahren.

Aus dem Bauausschuss berichtete Helmut Werth. Der Ausschuss habe sich mit der Erneuerung der Heizungsanlage im Tennisheim befasst. Die dort installierte E-Heizung sei teuer und ineffektiv. Kostenangebote für die Umstellung der Heizung seien angefordert.

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