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Flensburger Tageblatt

18. November 2017 | 13:30 Uhr

Wallsbüll : Die Luft ist wieder rein

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Nach Schimmelbefall stehen die Sanierungsarbeiten in der Wallsbüller Kirche kurz vor dem Abschluss.

Im August begannen die Renovierungsarbeiten in der Wallsbüller Christophorus-Kirche wegen des Schimmelbefalls mit dem Ausräumen des Inventars inklusive der Kirchenbänke, und jetzt, acht Wochen später, sind die Arbeiten abgeschlossen. Die Mitglieder des Kirchengemeinderats packen wieder mit an, um alles wieder einzuräumen. Anne Brandes sortiert Gesangbücher, ihr Mann Berthold installiert die Lautsprecheranlage, Gabi Sönnichsen und Helmut Weerth schleppen Kiste um Kiste heran – und Pastorin Christiane Decker transportiert den alten Opferstock mit der Schubkarre. Als am nächsten Tag die Handwerker der neun an der Renovierung beteiligten Gewerke zum „Handwerkerfrühstück“ als Dank für den reibungslosen Verlauf der Bauarbeiten erscheinen, ist alles wieder an seinem gewohnten Platz. Kay Andresen, Leiter des Bauausschusses der Kirchengemeinde Meyn/Wallsbüll, begrüßt die Gäste: „Freitag, der 13., ist ein Glückstag für unsere Kirche. Sie ist nun frei von Schadstoffen und unangenehmen Gerüchen.“

Durch die hohe Luftfeuchtigkeit war es in der rund 800 Jahre alten Feldsteinkirche zu Schimmelbildung gekommen, und die Belastung an den Oberflächen und in den Teppichböden war nach Auskunft eines Fachmanns für Innenraumklima zu hoch, sodass im März ein Renovierungskonzept erarbeitet wurde. 46  000 Euro wurden investiert, um die Gesundheit der Kirchenbesucher zu gewährleisten und die wertvollen Kunstgegenstände zu schützen. Priorität hatte die Entfernung der 50 Jahre alten Teppiche und der darunter liegenden, ungenutzten Fußbodenheizung. Für ein gutes Raumklima wird künftig die Installation einer verbesserten Zu- und Abluft sorgen – verbunden mit einer ausgeklügelten Regeltechnik des Heizsystems.

Die Decke und die Wände wurden mit einer Alkohollösung gereinigt, die unbehandelten Dielen auf der Empore wurde geschliffen und geölt, und sämtliches Inventar, einschließlich der Bücher, wurde in der geschlossenen Leichenhalle mit Ozon vernebelt, um die Sporen zu beseitigen. „Die Wände haben wir mit langlebigen, mineralischen Farben gestrichen“, sagt Malermeister Lars Heisch. Nur beim Altarraum habe die oberste Denkmalbehörde ihr Veto eingelegt. Aber Kay Andresen ist zuversichtlich: „Wir werden Fördergelder beantragen, damit die Restaurierung der Malereien im Altarraum möglichst im nächsten Jahr durchgeführt werden kann.“

Während der Bauphase wurde an verschiedenen Orten Gottesdienst gefeiert. „Unser Erntedankgottesdienst fand auf dem Bauernhof Sommer in Meyn statt“, erzählt Pastorin Christiane Decker und ergänzt: „Am 12. November um 11 Uhr sind alle eingeladen, die Einweihung in unserer schönen Kirche zu feiern.“ Der Bläserchor „Querblech“ wird spielen, und im Anschluss gibt es Kaffee und Kuchen.

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