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Erstes Oktoberwochenende : Die Kunst des Knotens

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Internationale Treffen der Knotenmacher kommt ins Flensburger Schifffahrtsmuseum - ein Wettkampf der Gilde dürfte der Höhepunkt werden.

Vom 4. bis 6. Oktober findet im Flensburger Schifffahrtsmuseum das Halbjahrestreffen der Internationalen Gilde der Knotenmacher statt. Teilnehmen werden über 40 Knoten-Freunde aus Deutschland, Norwegen, den USA, Frankreich, Finnland, Irland, den Niederlanden, Schweden, Dänemark und England.

Die internationale Knotenmachergilde wurde 1982 in England gegründet, der Deutsche Zweig entstand 1996. International gibt es mittlerweile 1 600 Mitglieder, davon sind 35 Deutsche dem Knotenhandwerk zugetan.

Für die halbjährlichen Treffen gibt es immer andere Austragungsorte. „Ich war schon oft in England, und sogar schon zu einem Treffen in den USA,“ erzählt Gildemitglied Karl Bareuther.

Die Gilde hat den Auftrag, das Knotenhandwerk zu erhalten, weiterzugeben und neue Formen des Knotens zu entwickeln. Es sei sehr viel Knotenkunst über die Jahrhunderte verloren gegangen. So wisse man zum Beispiel nicht mehr, wie die Wikinger auf ihren Schiffen geknotet haben, erzählt Knut Buttgereit.

An dem Wochenende werden unter anderem Arbeiten der Knoten-Freunde ausgestellt. Neben den traditionellen Knoten werden auch dekorative Arbeiten kunstvoll dargestellt. Außerdem können die Besucher an mehreren Stationen in das Knotenhandwerk hineinschnuppern. Dazu gehören zum Beispiel eine Station, an der die kleinen Knoten-Begeisterten ihre eigenen Schlüsselanhänger und Figuren schlagen können, sowie die Möglichkeit, bei einem dänischen Seiler sein eigenes Tau zu schlagen.

Ein Höhepunkt naht am Sonnabend, dem 5. Oktober: In einer sogenannten „Six-Knot-Challenge“ werden die Gildemitglieder versuchen, die sechs wichtigsten Knoten der Schifffahrt in kürzester Zeit zu schlagen. „Wer es in 20 Sekunden schafft, ist schon sehr gut,“ sagt Karl Bareuther, der an einer Station den Besuchern das Spleißen näher bringen will.

Die Installation „Spinnweben, Sommerfäden und Distelstiele“ der Flensburger Künstlerin Inga Momsen erweitert das Programm der drei Tage.

„Das ganze Wochenende steht im Zeichen des seemännischen Handwerks und wird für alle Teilnehmer und Besucher ein faszinierendes Erlebnis sein“, fügt Museumsleiter Thomas Overdick hinzu.

Für Kinder unter 18 Jahren ist der Eintritt an diesem Wochenende frei, für jeden anderen beträgt er die üblichen 6 Euro Eintritt des Schifffahrtsmuseums.

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erstellt am 27.Sep.2013 | 19:27 Uhr

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